Ranner: Fluglinienkonkurse nicht auf Kosten der Passagiere

Europaparlament macht konkrete Vorschläge zur Stärkung der Passagierrechten

Straßburg, 25. November 2009 (ÖVP-PD) "Das Europäische Parlament setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass Fluggäste bei Konkursen von Fluggesellschaften weder auf Kosten ihrer Flugtickets noch auf irgendwelchen Auslandsflughäfen sprichwörtlich sitzenbleiben. Konkret fordert das Europaparlament die Einführung einer Pflichtversicherung für Fluggesellschaften, die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung für Fluggäste, die von den Airlines angeboten werden sollte sowie die Einrichtung eines EU-Entschädigungsfonds als Maßnahmen zur Stärkung der Stellung von Passagieren im Falle einer Insolvenz", erklärt heute die steirische Europaparlamentarierin und Verkehrssprecherin des ÖVP-Europaklubs, Dr. Hella Ranner nach der Annahme eines Entschließungsantrags im Europäischen Parlament in Straßburg. "Wir fordern von der Kommission einen konkreten Gesetzesvorschlag, der strenge Bestimmungen in Bezug auf die Finanzlage von Luftfahrzeugbetreibern vorsieht", so Ranner weiter. ****

In den letzten neuen Jahren sind innerhalb der Union 77 Fluggesellschaften Bankrott gegangen. Der letzte Konkurs betraf SkyEurope, mit schwerwiegenden Folgen für tausende Flugpassagiere, die auf Flughäfen in ganz Europa festsaßen. "Wer nicht mit Kreditkarte oder über ein Reisebüro gebucht hatte, sah bezüglich einer Kostenrückerstattung meist ganz schlecht aus. Es gibt aber keine einzige EU-Regelung, die Flugpassagiere vor finanziellen Schäden beim Bankrott ihrer Fluglinie schützt", so die ÖVP-Verkehrssprecherin.

"Nach wie vor nutzen ein Großteil von Ferienreisenden günstige Angebote von Billigfliegern. Familien und Jugendliche sind hier die Hauptbetroffenen. Gleichzeitig nimmt der Anteil an Paketurlauben,
in denen Flug und Hotel gemeinsam gebucht werden, kontinuierlich
ab. Der Schutz solcher Urlaube ist in einer eigenen EU-Richtlinie geregelt, ebenso wie Ausfalls- und Entschädigungszahlungen bei Flugausfällen und verweigertem Boarding, die durch zwei EU-Verordnungen geregelt sind. Auf den spürbaren Anstieg der Fluglinienkonkurse in den letzten Jahren gab es aber bis dato keine Konsequenzen - zum Schaden der Passagiere. Bis Anfang Juli 2010
soll deshalb ein Legislativvorschlag ausgearbeitet werden", so Ranner abschließend.

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