Seeber: Klimagipfel soll verbindliche Ergebnisse bringen

Europaparlament verabschiedet seine Verhandlungsposition für UN-Klimagipfel

Straßburg, 25. November 2009 (ÖVP-PD) Der Klimagipfel in Kopenhagen soll rechtlich verbindliche Ergebnisse bringen, die alle Länder und nicht allein Europa verpflichten, fordert das Europäische Parlament in seiner heute beschlossenen Position zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in Kopenhagen. "Europa hat mit dem Klimapaket schon ambitionierte Vorarbeit geleistet. Wir übernehmen damit unseren Teil der Verantwortung. Europa ist aber nur für 10 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Eine realistische Lösung kann also nicht nur uns allein die Last aufbürden", sagte heute der Umweltsprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Dr. Richard Seeber. "Zur Erreichung des 2°C Ziels, zu dem wir uns klar bekennen, müssen auch adäquate Finanzmittel aufgewendet werden. Diese Notwendigkeit wird von der EVP unterstützt." ****

Das Europaparlament schlägt daher in der heute beschlossenen Resolution eine substantielle finanzielle Unterstützung für die Entwicklungsländer vor, damit auch diese ihre Klimaziele erreichen können. "Die EVP will sich heute aber nicht auf eine exakte Höhe der erforderlichen Finanzmittel oder auf die Dauer der Zahlungen festlegen. Dafür muss erst ein international verbindliches Abkommen geschlossen werden. Dennoch unterstützen wir bereits jetzt Quickstart-Maßnahmen in Höhe von 5-7 Milliarden Euro jährlich für

die kommenden drei Jahre", so Seeber. Für jede Form von Finanztransfers in Entwicklungsländer fordert die EVP eine verstärkte Zweckbindung und genaue Kontrolle der

eingesetzten Mittel: "Es muss genau geregelt sein, wer wie viel zahlt. Es muss klar sein, wo das Geld hingeht. Angesichts der oft schwierigen politischen Verhältnisse in manchen Ländern muss ein Weg gefunden werden, das Geld gezielt einzusetzen und zu
verhindern, dass es in dunklen Kanälen versickert. Vor allem die Variante eines Technologietransfers aus Europa in die Entwicklungsländer erscheint uns daher ein sinnvoller Weg", so Seeber abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Richard Seeber MEP, Tel.: +33-3-8817-5468
(richard.seeber@europarl.europa.eu)
oder
Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79
00 21 (philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0004