Prammer trifft serbischen Präsidenten Tadic Prinzipielle Einigkeit über Weg Serbiens in die EU

Wien/Belgrad (PK) - "Ein stabiles Serbien ist wichtig für Österreich und für Europa!" Für Präsident Boris Tadic ist klar, dass die Annäherung der jungen Republik an die Europäische Union (EU) im Interesse aller Beteiligten ist. Den Weg dorthin steckte Tadic im Gespräch mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer ab. "Europa hat großes Interesse daran, Serbien an die EU heran zu führen", erklärte Prammer. Das Treffen war einer der Höhepunkte eines zweitägigen Arbeitsbesuchs der NR-Präsidentin in Belgrad, der heute mit einem Gespräch mit Premierminister Mirko Cvetkovic abgeschlossen wurde.

Klar sei, so Präsident Tadic gegenüber Prammer, dass Serbien die EU-Reife aus eigener Kraft schaffen müsse. Trotz aller damit verbundener Schwierigkeiten gebe es dazu keine Alternative. "Die Reformen müssen von innen her kommen", sagte Tadic. Und er stellte klar: "Die Reformen, die Europa verlangt, sind für Serbien notwendig und nicht nur für Europa."

Österreich könne von seiner Größe wie von den Strukturen her als Vorbildmodell dienen, ist Tadic überzeugt. Er und Prammer waren sich darin einig, dass ein reger Erfahrungs- und Informationsaustausch für beide Seiten nützlich sei. Die NR-Präsidentin erneuerte die Einladung an serbische Abgeordnete zu einer intensiven Zusammenarbeit auf parlamentarischer Ebene. Auch im Gespräch mit Parlamentspräsidentin Slavica Dukic-Dejanovic wurden mögliche Kooperationen erörtert.

"Mit dem Lissabon-Vertrag wird eine Voraussetzung für jede weitere allfällige Erweiterung der EU erfüllt und die Rechte der nationalen Parlamente gegenüber der EU werden gestärkt", argumentierte Prammer. Dadurch könnten die Parlamente ihre Kontrollfunktion noch besser erfüllen. Österreich stelle dazu gerne Wissen zur Verfügung, ergänzte der Abgeordnete Johann Maier (SPÖ). Maier ist Obmann der Parlamentarischen Österreich-Serbien-Gruppe, die sich ebenfalls um vertiefende Kontakte auf parlamentarischer Ebene bemüht.

Einig waren sich Prammer und Tadic darin, dass die bevorstehende Visa-Liberalisierung ein wichtiger Schritt sei. "Das ist vor allem ein wichtiges Signal an die Jugend", sagte die NR-Präsidentin. So alles nach Plan läuft, könnte die Reisefreiheit für serbische StaatsbürgerInnen in die EU-Mitgliedsstaaten noch vor Weihnachten in Kraft treten.

Fragen der europäischen Integration beherrschten auch das Treffen von Präsidentin Prammer mit Premierminister Mirko Cvetkovic heute Vormittag. (Schluss)

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