NEWS: Auch VP-Politiker Ernst Strasser hatte Vertrag bei PR-Guru Hochegger

- NEWS veröffentlicht Vertrag Strassers - 50.000 Euro zuzüglich Umsatzsteuer

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe einen Vertrag zwischen der Firma des ÖVP-Politikers Ernst Strasser und dem durch Provisionszahlungen in der BUWOG-Affäre in die Schlagzeilen geratenen PR-Beraters Peter Hochegger.

Abgeschlossen wurde der Vertrag im Juli 2006 zwischen der Hochegger Consulting und Ernst Strassers Firma "cce-consulting". Strasser sollte demnach das Hochegger-Unternehmen "beraten und unterstützen". Zitat: "Das Advisory Board Member bringt seine langjährigen Erfahrungen, seine Kenntnis des jeweiligen Wirtschafts-und Politikbereiches sowie sein Beziehungsnetzwerk mit ein."

Strasser müsse "bis zu viermal pro Jahr gemeinsam mit der Geschäftsführung des Unternehmens an halbtägigen Sitzungen" teilnehmen und "weitergehende Akquisitions- und Beratungstätigkeiten (...) wahrnehmen und auch bei ausgewählten Kundenaufträgen und Projekten mitwirken."

Zitat: "Für die Mitgliedschaft im Adivsory Board und die daraus resultierenden Tätigkeiten (...) erhält das Advisory Board Member ein jährliches Honorar von 50.000 Euro zuzüglich Umsatzsteuer." Strassers "cce-consulting" entwickelte sich zu einem hochprofitablen Unternehmen. Obwohl Strasser angegeben hat, dass die Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres 2007 "null Personen" betrug, machte das Unternehmen in diesem Jahr einen Bilanzgewinn von 608.185.43 Euro.

Die cce-consulting ist zudem unbeschränkt haftender Gesellschafter einer "advisory partners OG" und zugleich Gesellschafter an dem Unternehmen "BCD Business Consulting und Development GmbH", an der "Konti Holding GmbH", an der "Expert Management Russia GmbH" und an der "ZSA Strategy Consultants GmbH". Strasser selbst ist noch Gesellschafter an der "CIN-Consult" des früheren Meinl-Gerichtsgutachters Thomas Havranek.

Besonders interessant ist die Beteiligung an der "ZSA Strategy Consultants GmbH", die einst "Eurocontact" hieß. Mitgesellschafter ist dort der frühere LiF-Politiker Alexander Zach, der unmittelbar vor der letzten Nationalratswahl zurücktrat, als publik wurde, dass die "Eurocontact" für den Eurofighter lobbyierte.

Die "Eurocontact" geriet zudem wegen umstrittener Zahlungen im Zusammenhang mit Bauprojekten in Ungarn in die Schlagzeilen. In dieser Causa ermittelt die Korruptionsstaatsanwaltschaft, weil der Verdacht besteht, dass Zahlungen an ungarische Parteien und Politiker geflossen sind.

Aufgrund der vertraglichen Verschwiegenheit ist bisher nicht bekannt, welche konkrete Tätigkeit Strasser für Hochegger ausgeführt hat. Aus dem Umfeld des PR-Unternehmers wird jedoch versichert, dass es sich "um eine ganz normale, völlig harmlose Beratertätigkeit" gehandelt habe. Strassers Vertrag sei heuer im Juni ausgelaufen.

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