Heinisch-Hosek: Offensive in Gleichstellungspolitik starten

Lohnschere verringern durch Einkommenstransparenz - mehr Frauen in Führungspositionen durch Quoten

Wien (OTS/SK) - Bei der Veranstaltungsreihe "Im Gespräch mit ..." im Alpha Klub skizzierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek Dienstagabend ihre Vorhaben in Richtung Gleichstellung von Frauen und Männern. Spätestens seit dem Absturz Österreichs im "Gender Gap Report" sei klar, dass nun eine Offensive in der Gleichstellungspolitik notwendig ist. Die Verankerung einer verbindlichen Frauenquote sei nicht nur im ORF, dem Bundesdienst oder der eigenen Partei höchst notwendig, sondern vor allem auch in der Privatwirtschaft. ****

Um erfolgreiche Gleichstellungspolitik zu betreiben, könne sich Österreich auch an Vorzeigeländern wie Schweden oder Norwegen orientieren. In Schweden habe etwa die anonymisierte Offenlegung der Durchschnittsgehälter zur Verringerung der Lohnschere geführt. "Es kann nicht sein, dass sich die österreichischen Unternehmen bis zu 15 Prozent der Löhne auf Kosten der Frauen sparen", so Heinisch-Hosek. Darum möchte sie auch nach dem schwedischen Vorbild die Durchschnittsgehälter von Frauen und Männern durch einen anonymen Fragebogen in Betrieben ermitteln. Damit solle die auseinanderklaffende Einkommensschere verringert werden.

Im Bereich der Diskriminierung am Arbeitsmarkt müssten weitere Maßnahmen folgen, betonte Heinisch-Hosek. Vor allem der Wiedereinstieg nach der Babypause gestalte sich für viele Frauen sehr schwierig. Hier sprach sich Heinisch-Hosek auch für den deutlichen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen aus, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung zu gewährleisten. "Österreich darf in der EU nicht länger zu den Schlusslichtern in der Gleichstellungspolitik zählen", so die Frauenministerin. (Schluss) bg

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