Hundstorfer: Europäischer Sozialfonds wichtiges Instrument der Arbeitsmarktpolitik

Die Krise für Qualifizierungsmaßnahmen nutzen

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte auf der heute, Mittwoch, stattgefundenen Pressekonferenz zum Thema "Die Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise" die Wichtigkeit des Europäischen Sozialfonds (ESF) als Instrument der Arbeitsmarktpolitik: "Der Europäische Sozialfonds ist ein wichtiges Instrument und integrierter Bestandteil der österreichischen Arbeitsmarktpolitik an der Schnittstelle zu Bildungs- und Sozialpolitik." Alleine im heurigen Jahr standen Österreich 57 Million Euro aus dem ESF zur Verfügung, die vordergründig für Qualifizierungsmaßnahmen und Umschulungen verwendet wurden, denn, so Hundstorfer: "Wir müssen die Krise nutzen, um Niedrigqualifizierte höher zu qualifizieren." ****

Der Sozialminister betonte, dass es in der Arbeitsmarktpolitik nicht das eine Patentrezept gebe, sondern nur ein Bündel von Maßnahmen helfen könne, um gegen die Krise anzuhalten. Dank der beiden Arbeitsmarkt- und Konjunkturpakete, der vorgezogenen Steuerentlastung und den Programmen für die Jugend würde Österreich im europäischen Vergleich "gut dastehen", die Arbeitslosenrate liege mit 4,8 Prozent deutlich unter dem Schnitt der EU-27 mit 9,2 Prozent. Dass gemeinsam mit dem AMS in den vergangenen zehn Monaten 490.000 Menschen in Beschäftigung gebracht werden konnten, zeige, so Hundstorfer, dass der österreichische Arbeitsmarkt lebendig sei.

Hundstorfer sprach sich dafür aus, die Qualifizierungsmaßnahmen im Zuge der Kurzarbeit noch weiter zu forcieren und weitere Schwerpunkte im Bereich der Jugendbeschäftigung zu setzen. So sollen die Produktionsschulen weiter ausgebaut werden. Ziel dieser neuen, innovativen Maßnahmen sei es, jungen Menschen den Einstieg in das Erwerbsleben zu erleichtern und die für sie ideale Berufssparte zu finden. Mit Mitteln des ESF würde, so der Sozialminister, auch die Re-Integration von arbeitsmarktfernen Gruppen in das Erwerbsleben unterstützt. Als Beispiel nannte Hundstorfer das Modellprojekt "Bedarfsorientierte Arbeitsintegration in Wien", ein Projekt für die Zielgruppe der bedarfsorientierten Mindestsicherung. "Dies zeigt einmal mehr, dass die bedarfsorientierte Mindestsicherung keine Hängematte, sondern ein Trampolinprojekt ist", so der Sozialminister.

2007 bis 2013 stehen Österreich 524 Mio. Euro aus dem ESF zur Verfügung

Neben dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz nahmen auch Lenia Samuel, stv. Generaldirektorin der Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission und Petra Draxl, ESF-Abteilungsleitern im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz an der Pressekonferenz teil. Petra Draxl betonte, dass Österreich in der Periode von 2007 bis 2013 insgesamt 524 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung stünden. Ein Teil der Mittel konnte vorgezogen werden, um mit maximaler Kraft gegen die Krise ankämpfen zu können.

Draxl nannte zwei Projekte, die mit Mitteln des ESF finanziert würden: Das Projekt "Graz Jobs" - ein Netzwerk zur schrittweisen Integration langzeitarbeitsloser Menschen und das Projekt "Deine Chance" in Oberösterreich, das den erfolgreichen Berufseinstieg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund fördert. Ein besonderer Schwerpunkt würde auch im Bereich "Berufliche Integration von Menschen mit Behinderung" gesetzt.

Samuel: Brauchen gemeinsames Engagement gegen die Krise

Lenia Samuel betonte, dass das Hauptaugenmerk der Europäischen Union auf der Erhaltung der Beschäftigung und der Minderung der Auswirkungen der Krise liegen würde. Ingesamt würden den Mitgliedsstaaten in der Periode 2007 bis 2013 75 Milliarden Euro aus dem ESF zur Verfügung gestellt. Es brauche das gemeinsame Engagement aller in der EU und alle Instrumente auf nationaler und internationaler Ebene um die Auswirkungen der Krise so gering wie möglich zu halten. Abschließend bedankte sich Samuel bei den österreichischen Behörden für die gute Zusammenarbeit. (Schluss) sv

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