Schmied will alle Neuen Mittelschulen genehmigen: Aber Bremser Pröll gefährdet Bildungsreform

Frais: "Finanzminister und Bundes-ÖVP dürfen Neue Mittelschulen in OÖ nicht blockieren"

Linz (OTS) - Der deutlich sichtbare Erfolg der bestehenden 22
Neuen Mittelschulen hat in Oberösterreich dazu geführt, dass für das kommende Schuljahr 2010/11 insgesamt 55 Neuanträge auf Errichtung Neuer Mittelschulen beim Ministerium eingereicht wurden.

"In Oberösterreich und auch in anderen Bundesländern sind Lehrer, Schüler und Eltern von den Neuen Mittelschulen voll überzeugt. Die Modellschulen stehen schon jetzt für eine deutliche Verbesserung unseres Schulsystems. Damit auch die Kinder und Jugendlichen in Oberösterreich von den neuen Angeboten profitieren, müssen alle 55 Neuanträge genehmigt werden. Bildungsministerin Schmied ist dazu bereit - jetzt muss nur noch der Schulversuchsparagraph im Nationalrat geändert werden und der Finanzminister muss die erforderlichen Budgetmittel zur Verfügung stellen. Bleibt Pröll bei seinem Nein, dann bedeutet das das Aus für 35 Neue Mittelschulen in Oberösterreich!", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

"Es ist schon eine Weile aus, dass im österreichischen Schulsystem so eine Euphorie spürbar war, wie sie derzeit im Zuge der Neuen Mittelschule vorherrscht. Lehrer, Schüler und Eltern begrüßen diese Bildungsinnovation äußerst positiv und zeigen damit auch, dass die schulische Entwicklung in unserem Land in die richtige Richtung geht. Für Oberösterreich ist es daher entscheidend, dass wir an dieser Entwicklung aktiv teilnehmen. Der positive Wille ist durch Beschlüsse im Landtag und in der Landesregierung bereits klar formuliert worden. Als nächsten Schritt gilt es den Widerstand der Bundes-ÖVP unter Finanzminister Pröll zu überwinden. Dabei sind insbesondere Landeshauptmann Pühringer und Bildungsreferentin Hummer gefordert, im Interesse Oberösterreichs ihren Einfluss bei der Bundes-ÖVP geltend zu machen", stellt Frais klar.

Einige Bundesländer wie Vorarlberg und Burgenland haben bereits ein nahezu flächendeckendes Angebot an Neuen Mittelschulen eingerichtet, während Oberösterreich oder auch Tirol und einige andere Bundesländer noch über verhältnismäßig wenige Neue Mittelschulen verfügen. "Wir sehen aber jene Bundesländer, die bereits großflächig auf Neue Mittelschulen umgestellt haben, nicht als Gegner sondern als Partner im gemeinsamen Einsatz für eine breite Bildungsreform in Österreich an. Dabei darf aber Oberösterreich nicht benachteiligt werden. Jetzt sind die Voraussetzungen zu schaffen, damit alle eingereichten Anträge für Neue Mittelschulen genehmigt werden können und auch das notwendige Geld zur Verfügung gestellt wird", schließt der SP-Klubobmann.

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