Schwentner: Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen nötig

Grüne fordern raschen Ausbau der Frauenhausplätze

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise deute vieles darauf hin, dass Frauen verstärkt Hilfe vor häuslicher Gewalt in Frauenhäusern suchen. "In Österreich fehlen mindestens 300 Frauenhausplätze. Derzeit müssen bei großer Nachfrage hilfesuchende Frauen aus Platzmangel abgewiesen werden. Es braucht daher unbedingt einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen, der den Ausbau des Hilfs- und Schutzangebots auf allen Ebenen koordiniert und die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern verbessert", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Es gibt rund 750 Frauenhausplätze, den Europaratsempfehlungen zu Folge würden Österreich weit rund 1.100 Plätze benötigt.

"Die Frauenhäuser sind weder gesetzlich noch finanziell abgesichert. Immer wieder gibt es daher Einrichtungen, die knapp vor dem Zusperren stehen, während gleichzeitig immer mehr von Gewalt bedrohte Frauen auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft sind. Frauenministerin Heinisch-Hosek darf sich nicht mit der derzeitigen Situation zufrieden geben, hier ist ihre Koordinationsfunktion als Ministerin auch zwischen den Bundesländern gefragt", so Schwentner.
Auch auf die spezielle Situation von Migrantinnen, die von Gewalt bedroht sind, müsse verstärkt eingegangen werden. Ein Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt sollte daher alle Politikfelder und selbstverständlich auch den Bereich der Gewaltprävention umfassen. "Auch beim Schutz von Frauen gegen Gewalt sollten technische Innovationen mit Nachdruck forciert werden. Es gilt nun die Möglichkeit des Einsatzes elektronischer Fußfesseln möglichst rasch zu überprüfen", meint Schwentner.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002