Cornelia Heine gewinnt BMWF-Drehbuchpreis "Wissenschafterin im Film"

Wissenschaftsminister Hahn gratuliert Filmemacherin - weitere Ausschreibung 2010 geplant

Wien (OTS) - Der mit 8.300 Euro dotierte und heuer erstmals ausgeschriebene BMWF-Drehbuchpreis "Wissenschafterin im Film" geht an Cornelia Heine. "Wissenschafterinnen gebührt ein angemessener Platz in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Drehbuchpreis ist ein Schritt in diese Richtung - wir steigern damit das Bewusstsein für die Bedeutung und den Stellenwert der Wissenschaft", so Wissenschaftsminister Johannes Hahn.

In ihrem Treatment "Natriumchlorid" erzählt die in Salzburg lebende Filmemacherin und studierte Neuropsychologin, Cornelia Heine, die unter anderem als Regieassistentin von Wolfram Paulus gearbeitet hat, die Geschichte einer Molekularbiologin, die an der Entwicklung des Speichermediums der Zukunft forscht: Einer mit organischem Material beschichteten Disc. "Natriumchlorid" erhält den BMWF-Drehbuchpreis, weil die Wissenschafterin wirklich im Zentrum und Hauptfokus der Handlung steht.

Zentral ist die Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand, der Forschungsalltag mit seinen Rückschlägen, aber auch die Berufung, die Konzentration, das Denken und das Getrieben-Sein, so die Jurybegründung. "Natriumchlorid" widmet sich einem zukunftsweisenden wissenschaftlichen Inhalt, der Speicherung von Informationen, und greift grundlegende menschliche Fragen zur Bewahrung von Informationen als durchgängiges Thema auf.

Der Jury ist es ein Anliegen, zwei Einreichungen lobend zu erwähnen. Zum einen: "Die Dekanin" von Fritz Hendrich auf Grund der gesellschaftspolitischen Brisanz und Relevanz der Geschichte einer renommierten Wissenschafterin, die zwar die gläserne Decke an einer Universität durchstößt, aber dann in die Wirren der vorherrschenden Männerseilschaften gerät. Zum anderen: "PHAT Ltd" von Eva Eckert aufgrund der innovativen Auslotung der Grenzen zwischen narrativer und dokumentarischer Erzählform.

Der Drehbuchwettbewerb wurde bei der Eröffnung der vom BMWF initiierten Filmschau "Wissenschafterin im Film" (20. - 27. November 2008 im Wiener Votiv-Kino) von Minister Hahn ausgelobt. 29 Drehbücher wurden eingereicht. Die hohe Zahl der Treatments belegt die Aktualität der vom BMWF forcierten Thematik und das breite Brancheninteresse.

Gefordert wurde von den Teilnehmer/innen die Behandlung aktueller oder historischer Themen aus dem Bereich Wissenschaft mit mindestens einer Wissenschafterin in einer zentralen Rolle. Dadurch sollte auf die Wissenschaft als Inspirationsquelle für neue Themen, Charaktere und weibliche Rollen in Kino- oder TV-Filmen hingewiesen werden. Zur Vorbereitung und Ideensammlung wurden den Autor/innen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Unbekannte Arbeitswelten" des Drehbuchforums Exkursionen in die Arbeitswelten von Wissenschafterinnen angeboten. Ergänzt wurde dies am 9. Juni 2009 durch einen Abend für die Autor/innen im BMWF, bei dem Wissenschafterinnen unterschiedlicher Disziplinen von ihren beruflichen wie privaten Erfahrungen berichteten.

Der Wettbewerb wird in Zusammenarbeit mit dem Drehbuchforum durchgeführt, das die prämierten Autor/innen beim Verfassen des Drehbuchs in Form von dramaturgischer Beratung, Stoffentwicklung im Gegenwert von 2.500 Euro und aktiver Unterstützung bei der Produzentensuche begleitet.

Die prominent besetzte internationale Jury bestand aus Barbara Albert, Autorin, Regisseurin und Produzentin; Wilbirg Brainin-Donnenberg, freischaffende Filmkuratorin (Filmschau "Wissenschafterin im Film"); Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Produzent; Patricia Hauser, Öffentlichkeitsarbeit BMWF, Initiatorin Filmschau "Wissenschafterinnen im Film"; Gabriele Jutz, Film- und Medienwissenschafterin, Universität für angewandte Kunst Wien; Claudia Tronnier, Redaktionsleiterin ZDF "Das kleine Fernsehspiel"; Ursula Wolschlager, Dramaturgin und Produzentin und zusätzlich für den FEMtech Sonderpreis Marion Esch, MINTIFF Berlin.

Aufgrund des regen Zuspruchs wird das BMWF auch 2010 einen Drehbuchpreis ausschreiben, Details dazu gibt es ab Februar 2010.

Das BMVIT hat sich der BMWF-Initiative "Wissenschafterin im Film" in Form eines von FEMtech verliehenen Sonderpreises im Wert von 6.000 Euro zu "Technikerin im Film" angeschlossen. Dieser Preis wurde an Ulrike Schweiger und Nikolai Kanow für "Luna 3", die Geschichte einer russischen Fernsehpionierin, verliehen.

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