Sperre des Südbahnhofs ab 13. Dezember: Wiener Linien sind vorbereitet

Intervallverkürzungen, Kapazitätsausweitungen, Stationsverlegungen, Infooffensive stellen reibungslosen Ablauf sicher

Wien (OTS) - Wien, 25. November 2009. Im Zuge des Neubaus des Hauptbahnhofs Wien wird ab 13. Dezember 2009 der Südbahnhof gesperrt, für den Ostbahnhof wird ein Provisorium errichtet. Die ÖBB-Züge aus dem Süden werden daher in Wien Meidling enden. Für die Wiener Linien bedeutet das, dass täglich statt bislang 45.000 nunmehr ca. 55.000 ÖBB-Kunden von Meidling aus durch Wien befördert werden. Seit Monaten haben sich die Wiener Linien auf diese Situation vorbereitet und werden durch Intervallverkürzungen, Kapazitätsausweitungen, Stationsverlegungen und einer Informationsoffensive einen reibungslosen Ablauf gewährleisten.

Die beiden Geschäftsführer der Wiener Linien, DI Günter Steinbauer und DI Dr. Michael Lichtenegger stellten die konkreten Maßnahmen heute in einer Pressekonferenz vor. "Mit dem neuen Hauptbahnhof wird Wien zur Drehscheibe im internationalen Bahnverkehr. Wir stehen ganz klar hinter diesem Projekt und haben alle Maßnahmen getroffen, um unseren Fahrgästen auch während der Bauphase ein einfaches und bequemes Vorankommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Wir sind auf die Umstellung bestens vorbereitet", so Steinbauer.

Abgestimmtes Maßnahmenpaket für reibungslose Verkehrsverbindung
Am provisorischen Ostbahnhof wird die Haltestelle des 69A direkt vor dem nunmehrigen Ausgang des Bahnhofs verlegt. Darüber hinaus werden die Haltestellen der Straßenbahnlinien O und 18 östlich der Arsenalstraße versetzt und sind damit vom neuen Schnellbahn-Ausgang beim Schweizergarten direkt erreichbar.

Um ein gutes Weiterkommen vom ÖBB-Bahnhof Meidling zu gewährleisten, wurde die U-Bahnlinie U6 bereits in den vergangenen Monaten komplett auf Niederflurwagen umgerüstet und kann dadurch 25 Prozent mehr Fahrgäste transportieren. Durch den Einsatz von zwei zusätzlichen Zügen werden die Intervalle von drei auf zweieinhalb Minuten verkürzt. Zehn Prozent mehr Fahrten verglichen zum Normalbetrieb sind dadurch möglich.

Eine Kapazitätserhöhung von 35 Prozent ist auch in der Straßenbahnlinie 62 möglich. Diese wurde in den vergangenen Monaten auf ULF (Niederflur) oder Zweiwagenzüge umgestellt und kann so mehr Fahrgäste von Meidling in Richtung Innenstadt befördern.

Gezielte Fahrgastinformation und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen Ein breites Informations- und Serviceangebot unterstützt die Fahrgäste in den Wochen der Umstellung. In Wien Meidling bzw. Station Philadelphiabrücke sorgen zusätzliches Personal des Linienservices sowie mobile Stationswarte dafür, dass die Fahrgäste bestmöglich informiert sind und sich sicher fühlen. Der Linienservice, eine Initiative der Wiener Linien, wurde Anfang November 2009 ins Leben gerufen. Dieser besteht aus insgesamt 70 MitarbeiterInnen, die den Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die mobilen Stationswarte sind zu den Hauptverkehrszeiten für die Steuerung der Fahrgastströme sowie das rasche Abfertigen an den Zugtüren verantwortlich. Diese wurden hinsichtlich der größeren Fahrgastzahl bereits im Vorfeld speziell geschult und auf alle Eventualitäten vorbereitet. Neben der personellen Verstärkung werden im U-Bahnbereich und Oberflächenverkehr Durchsagen eingespielt und Informationsmaterial verteilt. Zur besseren Orientierung wurde ein Wegeleitsystem am provisorischen Ostbahnhof und in Meidling installiert.

Trotz all dieser gezielten Maßnahmen kann es zu Stoßzeiten, insbesondere bei der U6, zu einer hohen Auslastung kommen. "Wir empfehlen unseren Fahrgästen deswegen auch, bei der individuellen Fahrtenplanung die neuen Gegebenheiten zu bedenken und beispielsweise die Nutzung von Schnellbahnen und Regionalzügen vorübergehend in Betracht zu ziehen", so Geschäftsführer Lichtenegger, der abschließend nochmals versichert: "Insgesamt werden wir unseren Fahrgästen aber auch in diesen Wochen der Umstellung ein sicheres und rasches Service bieten können."

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