BZÖ-Schenk: Frauen in Österreich besser vor Gewalt schützen

Auch Migrantinnen müssen sich ohne Angst gegen ihre Männer durchsetzen können

Wien (OTS) - "Heute am internationalen "Tag gegen Gewalt an
Frauen" haben wir in Österreich allen Grund, vor der eigenen Haustür zu kehren. Denn 90 Prozent der Gewalttaten gegen Frauen werden in den eigenen vier Wänden begangen. Viele dieser Gewalttaten gehen aber auf das Konto von männlichen Migranten", erinnert BZÖ-Frauensprecherin Abg. Martina Schenk.

Viele Migrantinnen wären gerne bereit, sich stärker in die österreichische Gesellschaft zu integrieren, würden jedoch oft von männlichen Familienmitgliedern davon abgehalten. Schenk: "In vielen Fällen schrecken diese Männer dabei offensichtlich auch vor Gewalt nicht zurück. Hier muss die Toleranz ein Ende haben".

Gewalt gegen Frauen dürfe nicht mehr als Kavaliersdelikt behandelt werden. Gleichgültig, ob die Täter Migranten oder Inländer seien. Besondere Bedeutung habe in diesem Zusammenhang auch die Arbeit in der Gewaltprävention. "Immer noch gibt es in Österreich eine Dunkelziffer bezüglich jener Frauen, die an den Folgen häuslicher Gewalt sterben, ohne dass jemals eine offizielle Stelle über die Misshandlungen informiert worden wäre." Hier sei insbesondere die Zivilcourage von Familienmitgliedern und Nachbarn gefragt. Frauenhäuser seien für die Betroffenen dann oft die letzte Zuflucht und gleichzeitig der erste Schritt in ein gewaltfreies Leben. "Bei der Sicherheit der Frauen darf nicht gespart werden. Insbesondere in ländlichen Regionen, wo die Hemmschwelle, sich aus der Spirale häuslicher Gewalt zu befreien noch größer ist", mahnt Schenk. Sie kritisiert, dass vor allem in Salzburg Frauenhäuser von massiven Einsparungen und Schließungen bedroht sind.

Es müsse über alle Parteigrenzen hinweg ein Weg gefunden werden, um den Fortbestand einer ausreichenden Sicherheitsinfrastruktur für Frauen zu bewahren und auszubauen, verlangt Schenk. Frauenhäuser dürften auf keinen Fall als Kapitulation vor der häuslichen Gewalt verstanden werden, sondern seien ein wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen Gewalt an Frauen. "Wenn wir in Österreich von Sicherheitspolitik sprechen, dann muss das in Zukunft verstärkt auch Sicherheitspolitik für Frauen sein", so Schenk.

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