Tierheim statt "Exotica" Messe!

VIER PFOTEN rät: Haustiere aus dem Tierheim aufnehmen

Wien (OTS) - Am kommenden Wochenende findet die "Exotica", Wiens größte Haustiermesse statt. Diese Tiermessen wecken das Interesse an Rassetieren und Nachzuchten von kommerziellen Züchtern, während beispielsweise allein im Wiener Tierschutzhaus mehr als 1800 Tiere dringend auf ein neues Zuhause warten. Die verstärkte Nachfrage nach gezüchteten Haustieren fördert - vor allem in Verbindung mit dem Preiskampf - dubiose Praktiken: Illegaler Welpenhandel boomt ebenso wie der Verkauf von Wildfängen. Durch den Wegfall der Aufzucht können viele Echsenarten zwar als Wildfänge um nur 30 Prozent des Preises von Nachzuchten angeboten werden, aber in privater Haltung sterben sie meist rasch.

Auch in diesem Jahr werden bei der selbstdeklarierten "Einkaufsstraße der Superlative" eine Vielzahl von Tieren ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Die Messen stellen sowohl für domestizierte Arten wie Hunde oder Katzen als auch für nicht aus unseren Breitengraden stammende Tiere eine große Belastung dar. Insbesondere kleine Säugetiere, Reptilien, Amphibien oder Fische leiden in den kleinen Behältnissen oft unter fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, Lärm und hellem Licht. Auf der "Exotica" sind auch Spontankäufe möglich. Viele der frischgebackenen Tierhalter realisieren jedoch oft erst nach dem Kauf, dass die erstandenen Tiere nicht in ihren Alltag passen. Nur wo werden all diese unerwünschten Tiere, die oft eine Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten haben, anschließend angemessen versorgt?

Haustiermessen wie die "Exotica" schüren - wie der Name schon sagt - insbesondere die Nachfrage nach exotischen Tieren. Doch viele exotische Wildtiere haben sehr spezielle, nur schwer zu erfüllende Bedürfnisse, die selbst Tierärzte überfordern können. Mancher Käufer weiß weder um die hohen Ansprüche seines neuen Schützlings, noch um die zum Teil erheblichen Folgekosten für Ausstattung, Futter und Tierarzt. Möchten überforderte Halter unerwünschte Exoten abgeben, können diese von Tierheimen oftmals nicht aufgenommen werden. Werden die Tiere ausgesetzt, sterben sie entweder kläglich oder können zur Verdrängung heimischer Arten beitragen. Giftige Tiere stellen zusätzlich eine direkte Bedrohung für Menschen dar. Außerdem gilt für Exoten in Österreich Meldepflicht - auch darüber wissen die wenigsten Halter Bescheid.

Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, erläutert die Alternative zum Messekauf: "Wer ein Tier aus einem Tierheim holt, gibt ihm eine neue Chance auf Glück. Gerettete Tiere bringen große Freude in ein Zuhause, weil sie Ihnen niemals vergessen, was Sie für sie getan haben."

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