Bambi, Laub & Erde - eine gefährliche Mischung für Kfz-Lenker!

Wien (OTS) - Eine halbe Tonne kracht ins Auto - dabei war es "nur" ein 20-Kilo-Reh bei Tempo 100. Genug, um enormen Schaden anzurichten. Im Herbst lauern viele Gefahren auf Kfz-Lenker. Auch Laub und Erde am Asphalt können verheerende Folgen haben. Die Allianz rät zu erhöhter Vorsicht.

Diese Statistik hat es in sich: Im Vorjahr wurden in Österreich laut ÖAMTC 41.000 Hasen, 37.000 Rehe und 14.000 Fasane "erlegt" -aber nicht von Jägern, sondern im Straßenverkehr. Dabei gab es 159 verunglückte Personen und zwei Tote. Spitzenreiter bei Straßenverkehrsunfällen mit Personenschäden ist laut Statistik Austria Niederösterreich mit 58 Verunglückten, gefolgt von Oberösterreich mit 39 und der Steiermark mit 20 verletzten Personen. Im November passierten mit 14 verunglückten Personen die meisten Unfälle. Abgesehen vom menschlichen und tierischen Leid ist auch der materielle Schaden beträchtlich. In der Kaskoversicherung schlagen sich Meister Lampe, Bambi & Co österreichweit mit geschätzten 50 Millionen Euro zu Buche.

Hohe Dunkelziffer

Die Summe der entstandenen Sachschäden lässt sich nicht vollständig beziffern, weil nicht alle Unfälle gemeldet werden. Die Erklärung dafür: "Bei einem Wildunfall bleibt man auf den Reparaturkosten seines Fahrzeugs sitzen, wenn man nur eine Haftpflicht- und keine Kasko-Versicherung hat,", erklärt Mag. Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz Versicherung. Trotzdem sei es Pflicht, den Unfall bei der Polizei zu melden. "Andernfalls droht eine Anzeige wegen Fahrerflucht", so Wölfl. Und auch wenn das Tier nach der Kollision weiterläuft und spurlos verschwindet, müsse der Vorfall gemeldet werden. Strafbar macht man sich auch, wenn man getötetes Wild in den Kofferraum verfrachtet und mitnimmt.

Hochsaison zwischen September und Jänner

Im Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen dramatisch, weil der Wildwechsel ausgerechnet dann stattfindet, wenn auch auf den Straßen der Verkehr am dichtesten ist - im Unterschied zu Frühling und Sommer. Am gefährlichsten ist es jetzt am Abend zwischen 17 Uhr und Mitternacht sowie zwischen fünf und acht Uhr morgens, wenn Dämmerung, Nebel und womöglich Schneefall die Sicht erschweren. "Die Tiere handeln instinktiv und erkennen die Gefahren meist nicht. Es liegt daher an den Autofahrern, die Risikosituation richtig einzuschätzen", so Xaver Wölfl. Wichtig sei vorbeugendes und vorausschauendes Verhalten. Speziell in Gegenden, in denen mit dem Gefahrenzeichen "Achtung Wildwechsel" auf das erhöhte Risiko aufmerksam gemacht wird, sollte man unbedingt die Geschwindigkeit verringern und bremsbereit fahren. Denn in rund 80% der Fälle taucht das Wild in 20 und weniger Metern Entfernung vor dem Fahrzeug auf. Für Bremsmanöver ist es dann aber meist schon zu spät.

Unterschätzte Gefahr: Herbstlaub und verschmutzte Straßen

Verschärft wird das Unfallrisiko durch die witterungsbedingten Fahrbahnverhältnisse. Herbstlaub und auch Erdreich, das Traktoren auf dem Weg von Feldern hinterlassen, verwandeln viele Straßen in gefährliche Rutschbahnen. Falsche Brems- oder Lenkmanöver enden jedes Jahr für viele mit schweren Personen- und Sachschäden. Xaver Wölfl:
"Auch in diesem Fall gilt: Fuß weg vom Gaspedal und Sicherheitsabstand einhalten. Auch Fahrtechniktrainings sind empfehlenswert, um das eigene Fahrzeug einmal gefahrlos in Grenzsituationen zu erleben."

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Dr. Marita Roloff
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