ÖAMTC: "Zeit zu handeln" - Epidemie Verkehrsunfälle - weltweit 1,2 Millionen Verkehrstote pro Jahr

Club fordert im Rahmen der FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) eine "Decade of Action for Road Safety" - Verkehrsministerkonferenz in Moskau verabschiedet Antrag

Wien (OTS) - Seit dem Jahr 2000 sind auf den Straßen der Welt 11 Millionen Menschen gestorben. "Verkehrsunfälle sind die versteckte Epidemie unseres Jahrhunderts", warnt ÖAMTC-Präsident Werner Kraus. "Es ist Zeit zu handeln. Sonst könnte sich die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 weltweit verdoppeln." Der ÖAMTC handelt. Kraus ist gleichzeitig Präsident der FIA-Region 1 (Europa, Naher Osten und Afrika). In dieser Funktion hat er bereits 2007 die FIA-Kampagne "Make Roads Safe - Für sichere Straßen" in Österreich vorgestellt. Die Kampagne war erfolgreich - eine erfüllte Forderung ist eine UN-Verkehrssicherheitskonferenz.

Diese hat nun erstmals gestern und heute in Moskau stattgefunden. Das Ziel waren gemeinsame Maßnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit. Doch der ÖAMTC und die FIA wollen mehr: "Einen Zehn-Jahres-Aktionsplan für Verkehrssicherheit", so ÖAMTC-Präsident Kraus. Die Verkehrsminister haben sich dazu bekannt und den Antrag heute, Freitag, verabschiedet. Der nächste Schritt, der im Frühjahr 2010 erfolgen soll: Die UN-Generalversammlung soll diese "Decade of Action for Road Safety" ausrufen. Mit den richtigen Maßnahmen könnten von 2010 bis 2020 fünf Millionen Todesopfer und 50 Millionen Schwerverletzte im Verkehr verhindert werden.

"Es geht darum, endlich das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Verkehrssicherheit uns alle betrifft", sagt Kraus. Die Zahlen sind erschreckend - weltweit fordern Verkehrsunfälle jährlich mehr als 1,2 Millionen Tote und rund 50 Millionen Verletzte. Und es trifft vor allem die Schwächsten. "Alle drei Minuten stirbt ein Kind im Straßenverkehr", kennt Kraus die erschütternden Statistiken. Die Schwellen- und Entwicklungsländer trifft es besonders. Insgesamt ereignen sich 96 Prozent aller Verkehrsunfälle, bei denen Kinder sterben, in Entwicklungs- und Schwellenländern. "Zebrastreifen sind zum Beispiel unbekannt, die Kinder laufen auf dem Schulweg buchstäblich um ihr Leben", so ÖAMTC-Präsident Kraus.

"Zeit zu handeln" - auch in den Industrieländern ist noch viel zu tun

Wer denkt, dass die westlichen Industrieländer die Inseln der Seligen sind, irrt. Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache bei jungen Menschen in Europa und den USA. In Österreich wurde seit Jahrzehnten viel für die Verkehrssicherheit getan. Gemessen am Standard sind die Unfallzahlen aber nach wie vor zu hoch. Im vergangenen Jahr verunglückte auch in Österreich alle zwei Stunden ein Kind im Straßenverkehr - 1.421 als Mitfahrer im Auto, 696 mit dem Fahrrad, 872 als Fußgänger und 59 mit Spiel- und Sportgeräten. Im europäischen Vergleich liegt Österreich bei den Unfallzahlen im Mittelfeld. Zu den verkehrssichersten Ländern Europas gehören die Niederlande, Schweden, England und Dänemark. Vor allem die nordeuropäischen Länder hatten schon immer das meiste Engagement in punkto Verkehrssicherheit.

ÖAMTC-Programme für sichere Straßen

Mit Eurotest-Serien wie dem Tunneltest, dem Baustellentest, der RSI (Road Safety Inspection) und dem EuroRAP (European Road Assessment Programme) hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnern die Straßensicherheit in ganz Europa systematisch bewertet und in der Folge entscheidend verbessert.

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