Konjunkturumfrage in Wien: Der Nebel lichtet sich

Neue Umfrage zeigt: Lage der Wiener Unternehmen bessert sich - Aussichten für kommende sechs Monate deutlich positiv - Mehr als ein Viertel der Befragten will Personal einstellen

Wien (OTS) - Die Erholung der Konjunktur hält an, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens EuroSearch im Auftrag der Wirtschaftskammer Wie zeigt. Befragt wurden 350 Wiener Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern. Demnach sind 32 Prozent mit ihrer derzeitigen Geschäftslage zufrieden. Weitere 40 Prozent beurteilen sie sogar gut bzw. sehr gut. "Die wirtschaftliche Entwicklung und die Stimmung der Wiener Unternehmer haben sich deutlich verbessert. Der Nebel lichtet sich, die Aussichten werden zunehmend besser", freut sich Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Am zufriedensten sind Gewerbe- und Handwerksbetriebe sowie Tourismus-und Freizeitbetriebe. Weniger zufrieden sind Betriebe der Transportbranche. Das eigene Unternehmen sehen die Befragten traditionell weniger stark betroffen als die eigene Branche.****

Optimistisch ist auch die Einschätzung der Unternehmen für die kommenden sechs Monate. Jeder dritte befragte Betrieb erwartet eine bessere Geschäftslage, jeder zweite geht von einer gleich bleibenden Entwicklung aus. Für die gute Stimmung ist sicherlich auch die derzeitige Auftragslage der Befragten verantwortlich: 70 Prozent beurteilen sie als gut bzw. ausreichend.

Gute Nachrichten gibt es auch für den Arbeitsmarkt: 90 Prozent der Wiener Betriebe wollen ihren Personalstand in den kommenden Monaten halten oder sogar ausbauen. Erfreulich entwickelt sich auch wieder der Export: 43 Prozent der befragten Betriebe, die im Export tätig sind, erwarten für sich in den nächsten drei Monaten eine Verbesserung.

Zurückhaltend zeigen sich die Wiener Unternehmen allerdings noch bei den Investitionen. Nur jeder Dritte will 2010 im selben Ausmaß investieren wie heuer, 30 Prozent warten noch ab. Insbesondere für diese Gruppe sind gezielte Investitionsförderungen und ein einfacher Zugang zu Bankfinanzierungen ein wichtiges Entscheidungsfaktor.

"Die Maßnahmen und Pakete zur Ankurbelung der Konjunktur haben ebenso Wirkung gezeigt wie die intensiven Bemühungen der Unternehmen, die eigene Kostenstruktur zu hinterfragen, Prozesse zu optimieren und neue Kundengruppen anzusprechen", sagt Jank zu den Umfrageergebnissen. "Der Konjunkturzug rollt aber erst langsam, es wird daher noch weitere Anstrengungen brauchen, um ihn wieder voll in Fahrt zu bekommen." Zur Unterstützung der Wiener Unternehmer fordert Jank daher die Senkung der Kfz-Steuer, das Ende der Kreditvertragsgebühr und steuerliche Anreize für Investitionen in Innovation.

Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern gelten als wichtiger Konjunkturbarometer. Sie sind mit zahlreichen Klein- und Kleinstbetrieben wirtschaftlich verflochten, ihre Geschäfts- und Auftragslage ist daher ein wichtiger Richtwert für kleinere Unternehmen.

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