Kongressbranche - krisensicher und umweltbewusst

Austrian Convention Bureau bekämpft den Kongress-Müllberg

Wien (TP/OTS) - Laut einer aktuellen Umfrage bei den Mitgliedern
des Austrian Convention Bureaus (ACB), dem Dachverband der österreichischen Kongressbranche, sind die Befürchtungen bzw. negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die österreichische Kongressbranche nicht oder nur in sehr geringem Maße eingetroffen.

Ein Großteil der Betriebe und Institutionen meldet eine gute Auslastung für 2009. Um die Konkurrenzfähigkeit in den kommenden Jahren noch zu steigern, wird künftig großes Augenmerk auf "Green Meetings" gelegt und ein eigenes Umweltzeichen eingeführt. Immerhin fallen bei einem dreitägigen Kongress mit 1.000 Teilnehmern 10,5 Tonnen Rest- und 7,5 Tonnen Papiermüll an bzw. es werden 453.000 Liter Wasser verbraucht. Diese Zahlen wurden heute erstmals im Rahmen einer Pressekonferenz des ACBs (Austrian Convention Bureau) veröffentlicht.

Große Verbandskongresse lassen Kassen klingeln

Association Meetings, also wissenschaftliche Kongresse von Verbänden und Gesellschaften haben 2009 in Österreich die Kassen klingeln lassen. Und auch für die nächsten Jahre wird ein gleiches bis höheres Buchungs- und Nachfragevolumen erwartet. Bei Firmenveranstaltungen ist die Nachfrage zwar etwas niedriger als in den Vorjahren, allerdings rechnet die Branche 2011 mit einer Stabilisierung bzw. einem Aufwärtstrend.

Der Grund für diese positive Nachricht liegt in der schnellen Reaktion der österreichischen Kongressanbieter. So hat ein Großteil der Befragten Kundenbindungsmaßnahmen verstärkt, ihr Service verbessert und ihr Marketing bzw. ihre PR intensiviert. Preissenkungen haben nicht stattgefunden. "Man wollte", wie einige Befragten kommentierten, "eine Preisschlacht unter den Anbietern vermeiden."

Kampf dem Kongress-Müllberg

Bei der heutigen Pressekonferenz des ACB wurden erstmals auch Zahlen über den Kongress-Müllberg veröffentlicht. Untersuchungen zufolge verursacht ein Kongressgast pro Tag durchschnittlich 3,5 Kilogramm Restmüll durch Abfall beim Übernachten, Essen und Trinken, 5,5 Kilogramm Papiermüll aufgrund von kongressrelevanten Unterlagen und 151 Liter Wasser für Duschen, Klospülung und Reinigung. 204 Kilogramm Co? wird bei der An- und Abreise via Flugzeug bei einer durchschnittlichen Reisedistanz von 1.000 km ausgestoßen.

Hochgerechnet auf einen dreitägigen Kongress mit 1.000 Teilnehmern fallen 10,5 Tonnen Rest- und 7,5 Tonnen Papiermüll an und es werden 453.000 Liter Wasser verbraucht. Diesen Umweltkosten sagt das ACB nun den Kampf an. Gemeinsam mit dem Umweltministerium und dem Österreichischen Ökologie-Institut wird ab Herbst 2010 ein eigenes Umweltzeichen für Meetings und Kongresse vergeben. Der wesentliche Unterschied zu den bisherigen Zertifizierungen ist, dass hier ganze Veranstaltungen und nicht nur die beteiligten Betriebe ausgezeichnet werden.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch der Austrian Congress Award verliehen. KR Rudolf Kadanka, der in seiner Laufbahn bis dato mehr als 100.000 Kongressteilnehmer nach Österreich gebracht hat, wurde für sein Lebenswerk mit dem Congress Award ausgezeichnet.

Fotos finden Sie unter http://www.acb.at/pressedownloads

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