AKNÖ: Heizkostenzuschuss in Niederösterreich überfällig

Präsident Haneder: "Sozial Bedürftige jetzt nicht frieren lassen"

Wien (OTS) - Was in fast allen Bundesländern schon möglich ist, lässt in Niederösterreich auf sich warten: Der Heizkostenzuschuss für sozial Bedürftige. AKNÖ-Präsident Hermann Haneder versteht das Zuwarten nicht und appelliert an die Verantwortlichen: "Lasst doch die sozial Schwächeren nicht länger auf das Geld warten". Vorbild könne sich das Land an etlichen Gemeinden nehmen, die bereits den Zuschuss auszahlen und gestürmt werden.

Nur in drei Bundesländern wurde der Heizkostenzuschuss für diesen Winter noch nicht beschlossen, in Salzburg, Oberösterreich und eben in Niederösterreich. Man verweist darauf, dass auch im Bund noch nichts beschlossen sei. "Da werden die hilfesuchenden Menschen mit Scheinargumenten vertröstet, das gefällt mir nicht", sagt Präsident Haneder. Denn der Bund beschließt maximal einen Heizkostenzuschuss für Pensionisten, die eine Ausgleichszulage beziehen, nicht für alle bedürftigen. Daher seien die Befürchtungen von Doppelförderungen leicht auszuräumen.

AKNÖ-Energieexperte Robert Staudinger zu den Fakten: "Im vergangenen Jahr haben rund 4.000 NiederösterreicherInnen den Zuschuss beantragt. Man muss aber bedenken, dass es von der Antragstellung bis zur Auszahlung Wochen dauert, daher wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, so rasch wie möglich den Zuschuss zu beschließen, damit die Familien das Geld dann auch haben, wenn die Heizperiode voll läuft." Für den Energiexperten, der täglich mit Betroffenen telefoniert, ist auch die angekündigte Gaspreissenkung kein Ersatz für den Zuschuss: "Die Familien, die sich bei uns melden, kommen auch mit geringeren Gaspreisen nicht über die Runden, das ist so".

Faktum ist, dass bis auf drei Bundesländer überall schon der Heizkostenzuschuss ausbezahlt wird, unabhängig von einem allfälligen Zuschuss des Bundes für Pensionisten. Faktum ist auch, dass die Gemeinden schon dringend den Landeszuschuss erwarten, weil sie von den Antragstellern täglich mit Anträgen konfrontiert werden. In der AKNÖ hofft man nun auf einen raschen Beschluss.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit, Chef vom Dienst
Tel.: (01) 58883-1200
presse@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001