ÖH legt Vorschlag für neues FH-Gesetz vor

Baustelle Fachhochschulen muss angegangen werden

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft fordert die rechtliche Gleichstellung von FH-Studierenden mit deren KollegInnen an den Universitäten. "Der FH-Sektor ist eine riesige bildungspolitische Baustelle: Es wurden weder die Studiengebühren abgeschafft, noch gibt es demokratische Strukturen auf den FHs. Nicht einmal von rechtlichen Mindeststandards bei Prüfungen kann die Rede sein", erklärt Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. Eine Situation, die für den Juristen Werner Hauser von der FH-Joanneum Graz "rechtsstaatlich bedenklich ist".

"Die Politik und das Ministerium müssen auf die eklatanten Missstände reagieren. Der Gesetzesentwurf der ÖH zur Novellierung des Fachhochschul-Studiengesetzes (FHStG) zeigt die größten Probleme deutlich auf", sagt Karin Schönhofer, ÖH-Referentin für FH-Angelegenheiten. Dieser sieht vor, dass die Studiengebühren auch bei allen Fachhochschulstudiengängen ersatzlos gestrichen werden. "Während Studierende auf den Unis seit 2008 weitestgehend befreit sind, verlangen noch immer 14 der 20 FHs von ihren StudentInnen Gebühren", so Wallerberger.

Auch bei den rechtlichen Standards bei Prüfungen liegen die FHs weit hinter den Universitäten. "Es gibt kein verankertes Studienrecht, was zu großen Problemen führt. Studierende dürfen nicht einmal Einsicht in das Prüfungsprotokoll nehmen oder eine Kopie der Prüfungsunterlagen machen", sagt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam.

Weiteres zentrales Anliegen der ÖH ist die Demokratisierung der FHs. Bislang gibt es - wieder im Gegensatz zu den Unis - kaum Mitbestimmungsrechte für die StudentInnen. "Von verpflichtenden Kollegialorganen für die Mitbestimmung der Studierenden auf allen Ebenen fehlt noch immer jede Spur", so Schönhofer und Wallerberger.

Der Entwurf zur Novelle des Fachhochschul-Studiengesetzes ist unter
http://www.oeh.ac.at/referate/referat_fuer_fachhochschulen/downloads/
abrufbar.

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