ÖAAB-Tschirf: Immer mehr Pivatinsolvenzen - Präventionsmaßnahmen der Stadt gefordert

Appell an soziale Verantwortung der Stadt Wien

Wien (OTS) - "Angesichts des rapiden Anstiegs von
Privatinsolvenzen in Wien, darf die Stadt nicht weiter untätig zuschauen, wie mehr und mehr Bürgerinnen und Bürgern in die Schuldenfalle schlittern und von Armut gefährdet sind", so der Landesobmann des Wiener ÖAAB, Matthias Tschirf, in Reaktion auf die entsprechende Information des Creditforums.

Die Stadt ist aber auch aufgefordert Präventionsmaßnahmen zu setzen, die ihre Bürger erst gar nicht in die Schuldenfalle tappen lässt. Hier müsse schon bei Kindern und Jugendlichen angesetzt werden.

Was die Präventionsarbeit zur Vermeidung von existenzbedrohenden Schulden betreffe, so habe man sich hier in der SP-Stadtregierung scheinbar völlig in die Hängematte zurückgezogen. Tschirf: "Statt bei der außerschulischen Jugendarbeit, vor allem in den Jugendzentren, den Focus verstärkt auf Risiken und Nebenwirkungen von Schulden zu lenken, lehnen sich die Verantwortlichen der Stadt zurück und wollen dieses Problem gar nicht wahrhaben. Wo bleibt die soziale Verantwortung, die von der SP-Stadtregierung immer wieder betont wird?"

Der Aufbau eines Netzes an Beratungseinrichtungen mit dem Ziel, Jugendlichen niederschwellige Hilfe anzubieten, ist daher ebenso dringend nötig, wie der weitere Ausbau der Schuldnerberatungsstellen, fordert der Wiener ÖAAB Landesobmann.

Erster Schritt: Rücknahme der Gaspreiserhöhung

Zudem seien durch die massiven Preis- und Gebührenerhöhungen der letzten Jahre viele Menschen in ihrem Lebensstandard stark eingeschränkt worden. Jetzt müsse die Stadt, so Tschirf, in einem ersten Schritt vor allem die seit 2008 erfolgten Erhöhungen der Energiekosten zur Gänze zurücknehmen: "Die angekündigte Senkung des Gaspreises in Wien mit 1. Dezember ist als erster Schritt zwar zu begrüßen, fällt aber viel zu gering aus. 2008 wurde ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Gasverbrauch durch die Preiserhöhung mit 142,80 Euro jährlich zusätzlich belastet. Die bevorstehende Preissenkung bringt gerade einmal 20 Euro im Jahr. Das ist lächerlich gering und wird en Lebensstandard von armutsgefährdeten Menschen kaum merklich erhöhen."

"Zur sozialen Verantwortung gehört auch eine verantwortungsvolle Preis- und Tarifgestaltung im Bereich der Daseinsvorsorge", mahnt Tschirf abschließend.

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