"Wiener Lichter": Starkes Bündnis gegen Burschenschafterkommers!

Die Wiener SPÖ und NGOs setzen am Samstag ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenverhetzung

Wien (OTS) - Von 20. bis 22. November 2009 findet in Wien der Festkommers der schlagenden Burschenschafter statt. Ein sichtbares Zeichen gegen diese Veranstaltung in Form der "Wiener Lichter" setzt eine breite Plattform - NGOs wie "A Letter to the Stars", ZARA -Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, die Gemeinnützige Entwicklungszusammenarbeit GmbH (GEZA), das Österreichische Nord-Süd-Institut (ÖNSI), sowie die HochschülerInnenschaft Universität für angewandte Kunst (HUFAK) gemeinsam mit der Wiener SPÖ, der Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger, der Sozialistischen Jugend Wien und der Jungen Generation in der SPÖ Wien. Auch über das Internet hat sich ein breites Bündnis auf Facebook und Twitter zusammengeschlossen, um diese Initiative zu unterstützen. Die Wienerinnen und Wiener werden dazu aufgerufen, gegen die dunkle Vergangenheit - die für den Kommers der Ewiggestrigen steht - symbolisch eine Kerze anzuzünden und dieses Licht am Samstag, dem 21. November 2009 abends ins Fenster zu stellen. Außerdem findet um 19 Uhr ein Fototermin am Friedrich-Schmidt-Platz hinter dem Rathaus statt. BesucherInnen haben dabei die Möglichkeit aus Kerzen den Schriftzug "Wiener Lichter" zu formen.****

Die Initiatorin von "Wiener Lichter", SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, Petra Bayr betonte dazu am Mittwoch: "Die österreichische Rechte bricht breit getragene gesellschaftliche Tabus: Ein dritter Nationalratspräsident, für den der antifaschistische Grundkonsens keine Grundlage der Demokratie der Republik Österreich ist; ein stellvertretender Parteivorsitzender, der das Wiederbetätigungsgesetz abschaffen würde; Wahlslogans, die sich Vorurteilen und Rassismen bedienen sowie Ängste schüren. Burschenschaften spielen eine zentrale Bedeutung an der Schnittstelle zwischen Rechtsextremismus, legalem Deutschnationalismus und Neonazismus. Sie behandeln Menschen ungleich und diskriminieren Frauen, sie grenzen Menschen nach rassischen Kriterien, Nationalität, sexueller Orientierung oder Religion aus."

In Hinblick auf die Aktion erklärte Bayr: "Eine engagierte Zivilgesellschaft und vorwärtsgewandte Politik entlarvt das elitäre und undemokratische Weltbild schlagender Burschenschaften und leistet Widerstand gegen die Hetze und die geistige Dunkelheit. Mit dem Entzünden vieler Lichter in der ganzen Stadt setzen die Wienerinnen und Wiener ein Zeichen gegen das Ewiggestrige."

Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger zur Initiative: "Wir stehen für ein breites Bündnis mit den WienerInnen für ein gutes Zusammenleben sowie einen respektvollen Umgang miteinander. Wir stellen das gemeinsame über das Trennende, weil wir einem Klima der Angst heute und auch in Zukunft keine Chance geben wollen. Diese Aktion soll ein sichtbares und kräftiges Zeichen dafür setzen, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Menschenverhetzung und ewig gestrige Parolen in dieser Stadt keinen Platz haben! Wir zeigen Haltung gegen rechts und die ewig Gestrigen."

Auch für den Wiener SPÖ-Jugendkoordinator, LAbg. Peko Baxant ist klar, dass dem Kommers sichtbar entgegengetreten werden muss: "Wien ist eine Stadt des Miteinanders, des Dialogs zwischen Menschen unterschiedlichster Kulturen und Religionen. Wien blickt in die Zukunft. Deswegen werden wir Wienerinnen und Wiener eine Veranstaltung der Ewiggestrigen in unserer Stadt nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen! Mit der Aktion 'Wiener Lichter' zeigen wir, dass uns unsere Werte ganz klar von denen der Burschenschafter unterscheiden." (Schluss) tr / nk

Rückfragehinweis:

Rückfragen & Kontakt:

Petra Bayr
SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung
Mail: petra.bayr@spoe.at
Tel.: 01 / 534 27 - 310

Peko Baxant
Jugendkoordination SPÖ Wien
Mail: peko.baxant@spoe.at
Tel.: 01 / 534 27 - 303

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