Welttoilettentag - 2,5 Milliarden Menschen leben ohne ausreichende Sanitärversorgung

Bayr fordert Versorgung aller Menschen mit grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen

Wien (OTS/SK) - Der Welttoilettentag am 19. November erinnert an
die Notwendigkeit der Sanitärversorgung und deren Mangel in Entwicklungsländern. "Die Folge sind zahlreiche Probleme im Gesundheitsbereich aufgrund mangelnder Hygiene", so Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, "dies stellt ein nicht zu unterschätzendes Entwicklungshemmnis in vielen Teilen der Welt dar." ****

Petra Bayr verweist aber auch auf den Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung. "Der Mangel an Trinkwasser resultiert in Entwicklungsländern oft aus der schlechten oder komplett fehlenden Sanitärversorgung, welche die Verseuchung des ursprünglich trinkbaren Wassers verursacht und damit eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstellt", so Bayr. Gepaart mit weiter fortschreitendem Wassermangel in vielen Regionen der Welt aufgrund der Klimaerwärmung oder der Umweltverschmutzung kann dies zur Lebensbedrohung für viele Menschen sowie zu Konflikten zwischen Staaten führen. "Flächendeckende Sanitäranlagen können diese Probleme rund um trinkbares Wasser ein wenig entschärfen. Wie die Versorgung mit Wasser ist auch die sichere Entsorgung der Abwässer eine grundlegende Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge, mit der nicht Geschäfte gemacht werden dürfen!", ist Bayr überzeugt.

Weltweit leben heute 2,5 Milliarden Menschen ohne ausreichende Sanitärversorgung. Fehlende Toiletten oder ungenügendes Abwassermanagement ist besonders in den rasch anwachsenden Slums an den Rändern der Großstädte in den armen Ländern des Südens ein Problem. "Die Urbanisierung schreitet weltweit nach wie vor stark voran", so Bayr, "ohne dass aber in den Städten auch tatsächlich die Kapazitäten für die Versorgung so vieler Menschen gegeben wäre. Dies ist ein klassisches Problem der Vernachlässigung des ländlichen Raums, dem die Menschen dann mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Städten entfliehen."

"Zum einen muss unsere Entwicklungszusammenarbeit daher noch stärker auf die Verbesserung der Lebensgrundlagen im ländlichen Raum setzen", ist Bayr überzeugt, "zum anderen muss aber auch den Menschen, die in unvorstellbarer Armut und unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Slums der Großstädte leben, eine Existenz ermöglicht werden -beginnend mit ausreichender Trinkwasser- und Sanitärversorgung!" (Schluss) bj/mp

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