Stöger: "Planung, Steuerung und Finanzierung gemeinsam verantworten"

Wien (OTS/SK) - "Eine solide Gesundheitspolitik zu betreiben
heißt, die Komplexität des Gesundheitssystems aufzunehmen und Lösungen anzubieten", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger bei einer Diskussion zum Thema "Gesunde Reform: Welchen Weg geht Österreich" am Montagabend im Ärzteclub Wien. "Wir brauchen deshalb gute Diskussionen, klare Linien und Gesetze für PatientInnen, welche einerseits die Versorgung verbessern und anderseits die Ausübung des Arztberufs unter neuen Gegebenheiten ermöglichen", betonte Stöger weiters. Zur Frage der "Finanzierung aus einer Hand" bekräftigte Stöger einmal mehr seinen Standpunkt: "Entscheidend ist, dass Planung, Steuerung und Finanzierung gemeinsam verantwortet werden." ****

Wir brauchen mehr Zusammenarbeit mit den Leistungsträgern wie Krankenhäusern oder ÄrztInnen. Das Ziel kann nur sein, das Gesundheitssystem zu verbessern. Aus diesem Grund sei es wichtig, Einsparungspotentiale zu finden. Diese Potentiale sieht Stöger beispielsweise in der Verbesserung von Strukturen der Krankenhäuser sowie jeglicher Schnittstellen, aber auch in den Bereichen der Medikation und ihrer Folgekosten. Denn ein hoher Prozentsatz der verschriebenen Medikamente in Österreich werde nicht so eingenommen, wie von den ÄrztInnen verschrieben. "Wenn sich die Ergebnisqualität der Leistungen im Gesundheitssystem erhöht, wird auch das gesamte Gesundheitssystem kostengünstiger", so Stöger.

Wertschöpfung des österreichischen Gesundheitssystems bedeutend

Der Gesundheitsminister machte darauf aufmerksam, dass Österreich das einzige Land innerhalb Europas sei, welches in Zeiten der Krise zusätzlich Steuergelder in das Gesundheitssystem investiere. In Österreich werden jedes Jahr ca. zehn Prozent des BIP für das Gesundheitssystem ausgegeben. Man dürfe allerdings nicht in die Falle gehen, und immer nur über die Kosten diskutieren, betonte der Gesundheitsminister, der gleichzeitig auf die Bedeutung der Wertschöpfung des österreichischen Gesundheitssystems aufmerksam machte.

In der thematisch breit gestreuten Diskussion wurde auch das Thema "Ärzte GmbH" angesprochen. "ÄrztInnen müssen konkrete Arbeit leisten und darin einen Nutzen erkennen. Aber auch für PatientInnen und ApothekerInnen müsse dieser erkennbar sein", erklärte Stöger und unterstrich: "Dabei spielt auch das Vertrauen zwischen ÄrztInnen und PatientInnen eine wichtige Rolle." Am Gesetzesentwurf zu "Ärzte GmbH" werde gegenwärtig im Gesundheitsministerium gearbeitet. Der Bundesminister zeigte sich zuversichtlich, dass die Realisierung des Projekts im Jahr 2010 realistisch sei. (Schluss) ab

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