Sorger: Metaller-Abschluss nur als Vorleistung für Arbeitszeitflexibilisierung akzeptabel

IV-Präsident Sorger: Rückkehr zum Verhandlungstisch positiv - Bisherige Gesprächsverweigerung der Gewerkschaften nicht verständlich

Wien (OTS/PdI) - "Es ist positiv, dass nach einigen nicht verantwortungsvollen Drohgebärden durch die Gewerkschaften ein Abschluss am Verhandlungstisch erreicht wurde", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis der diesjährigen Metaller-Lohnrunde. "Angesichts der Inflation von im Jahresvergleich 0,92 Prozent sowie der negativen Entwicklung der Produktivität ist der Abschluss eigentlich zu hoch und für viele Unternehmen schwer verdaubar. Er ist nur deshalb akzeptabel, weil er als Vorleistung für die weiteren Flexibilisierungsschritte bei der Arbeitszeit zu verstehen ist. Bis zum 1. Mai muss es zu signifikanten Verbesserungen bei der Arbeitszeitflexibilisierung kommen, wie es auch die Basisvereinbarung der Sozialpartner aus dem Jahr 2007 vorsieht, die bisher nicht eingelöst wurde." Ziel müsse sein, durch flexiblere Arbeitszeitmodelle eine arbeitsplatzsichernde Beschäftigung bei extremen Auftragsschwankungen besser abfedern bzw. ausgleichen zu können.

Sollte es zu keiner diesbezüglichen Lösung kommen, dann "muss der Gesetzgeber in die Pflicht genommen werden", unterstrich der IV-Präsident. Die Arbeitgeber-Verhandler seien an die Grenzen des möglichen gegangen, die Arbeitnehmerseite müsse nun auch den zweiten Teil des Gesamtpaktes einlösen.

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