Kinderfreunde: Weg frei für die Neue Mittelschule - Absurde 10 Prozent-Hürde muss fallen!

Wien (OTS/SK) - =

Wien (SK) "Es war schon abenteuerlich, die 10
Prozent-Hürde für Neue Mittelschulen überhaupt einzuführen. Aber richtig absurd ist es, an dieser Verhinderungsklausel auch jetzt noch festzuhalten" so Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde, am Montag. Die Eltern haben dieses neue Angebot von Anfang an positiv aufgenommen und die Standorte der Neuen Mittelschule regelrecht gestürmt. Klar ist mittlerweile, dass wesentlich mehr als 10 Prozent diese Schulform wählen möchten, natürlich auch in Bundesländern mit ÖVP-Mehrheit. ****

"Jetzt ist Finanzminister Pröll am Zug. Die ÖVP sollte endlich anerkennen, dass die Zeit für einen Ausbau dieses Modells reif ist, und die 10 Prozent-Hürde gemeinsam mit der SPÖ beseitigt werden muss", so Rammer. Ginge es nach den Bedürfnissen von Kindern und Eltern, könnte bereits heute ein Großteil der Schulen als Neue Mittelschule geführt werden. Für die Eltern wird immer nachvollziehbarer, dass ein modernes Bildungssystem bis zum 14 bzw. 15. Lebensjahr nicht vorselektieren darf, sondern die Förderung der einzelnen Kinder und die Individualisierung des Unterrichts forcieren muss.

Das Basisprogramm der Bildungslandschaft der Zukunft hat drei Stufen. Die Elementarstufe, die Grundstufe und die Mittelstufe. Vom Kindergarten bis zur Mittelschule muss das System Bildungsnachteile, die etwa in der sozialen Herkunft begründet sind, kompensieren. Erst nach einer gemeinsamen Mittelschule ist das Auffächern der Schultypen und Bildungsangebote sinnvoll. Den Kinderfreunden dauert die Umstellung allerdings zu lange. Sie fordern daher wesentlich mehr Tempo beim Ausbau der Neuen Mittelschulen. Rammer: "Die Versuche bewähren sich in der Praxis. Jetzt muss das Angebot erweitert werden, um letztlich ein leistungsfähiges System für alle zu schaffen. Die 10 Prozent-Hürde steht im Weg und muss endlich fallen."

Wann protestieren die Eltern?

Die KindergartenpädagogInnen als die "Elementarteilchen" im pädagogischen Gefüge der österreichischen Bildungslandschaft protestieren in dieser Woche für konkrete, wissenschaftlich fundierte Forderungen und standespolitische Anliegen. Die StudentInnen protestieren ebenfalls. Auch die Eltern der Pflichtschulkinder hätten allen Grund für einen Protest. "Die ÖVP muss spüren, dass es massiver Elternwunsch ist, die Neuen Mittelschulen rasch auszubauen. Die Frage ist, wann die Eltern ein öffentliches Zeichen setzen und die bildungspolitische Protestlücke zwischen Kindergarten und Universität schließen" sagte Rammer abschließend. (Schluss) bj

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Gernot Rammer, 01/5121298/52

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