Walser: Faymann und Strache als Religions-Fundis

Grüne für weltanschauliche Neutralität des Staates

Wien (OTS) - Die Ankündigung von Bundeskanzler Faymann und FPÖ-Führer Heinz-Christian Strache, die "Konkordats-Regel zum Kreuz in den Schulklassen in die Verfassung" aufzunehmen, zeuge von einem "mittelalterlichen Verständnis der Rolle von Staat und Kirche", zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, von der "seltsamen Allianz der Religions-Fundis" im Vorfeld der Wiener Gemeinderatswahlen erstaunt. Walser wirft beiden vor, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht verstanden zu haben. "Die Richter möchten die sogenannte negative Glaubensfreiheit gewahrt wissen, also die Freiheit eines jeden, sich zu keiner Religion bekennen zu müssen", so Walser.

"Wir wollen keinen Kulturkampf und fordern von der Regierung, den Dialog mit den christlichen Religionsgemeinschaften, um zu einer für alle akzeptablen Lösung zu kommen." Die weltanschauliche Neutralität des Staates sei ein Grundprinzip seit der Aufklärung. "Aufgabe des Staates ist es nicht, Religionslosigkeit zu verordnen. Genausowenig aber ist es Aufgabe des Staates, Religiosität zu verordnen", so der Bildungssprecher der Grünen abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004