Sima eröffnet 9. Internationalen Abfallwirtschaftskongress

"Wert und Verwertung - vom Abfall zum Rohstoff"

Wien (OTS) - Den 9. Internationalen Abfallwirtschaftskongress hat Umweltstadträtin Ulli Sima heute im Congress Center eröffnet. Über 340 TeilnehmerInnen aus 25 Ländern nutzen diese Großveranstaltung bis übermorgen als internationale Kommunikations- und Diskussionsplattform zu den zentralen Themen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung.

Bedingt durch die Situation der Weltwirtschaft steht im Zentrum des heurigen Kongresses der Wert des Abfalls, das Spannungsfeld zwischen Einbruch auf den Absatzmärkten von Sekundärrohstoffen und der umweltgerechten Abfallentsorgung samt Verwertung durch die Kommunen. "Diese Veranstaltung ist die perfekte Möglichkeit des Erfahrungsaustausches, die Kommunen kämpfen mit den gleichen Problemen und daher ist es nur konsequent, gemeinsame Lösungen zu suchen und voneinander zu lernen, speziell auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten", so Umweltstadträtin Ulli Sima bei ihrer Begrüßung.

Die internationale Abfallwirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten einem steten Wechsel unterlegen. "Wurde der Müll früher einfach auf Deponien abgekippt, setzen wir heute auf eine hoch technisierte und spezialisierte Abfallwirtschaft, die danach trachtet, Kreisläufe soweit wie möglich zu schließen. Innovative Verfahren und Technologien ermöglichen es, Rohstoffe aus dem Abfall umfassend und effizient in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen und somit Ressourcen zu schonen", so Sima. Beispiele hierfür ist die getrennte Sammlung von Müll oder auch die Behandlung von biogenen Abfällen in Großstädten. Fachvorträge widmen sich beim Kongress den unterschiedlichen Zugängen im Umgang mit Bioabfällen. Wien setzt auch diesen Bereich auf einen geschlossenen Kreislauf - von der Sammlung in der Biotonne, über die Kompostierung im eigenen Kompostwerk bis hin zur Erzeugung von torffreier Erde für die Wienerinnen und Wiener.

Abfallentsorgung und Sauberkeit - Herausforderungen für alle Städte

Neben abfallwirtschaftlichen Problemstellungen beschäftigt sich der Kongress auch mit den Herausforderungen, die sich aus der Erhaltung der Sauberkeit der Städte und Gemeinden ableiten. Auch hier fallen enorme Mengen an Abfällen an, die einerseits vermieden und andererseits optimal gesammelt und behandelt werden müssen. Sanktionen und Kontrollen spielen in Sachen Sauberkeit international eine immer größere Rolle. Städte wie Frankfurt, Hamburg, Barcelona und Paris präsentieren daher ihre unterschiedlichen Initiativen zur Stadtreinhaltung. In Wien sind seit eineinhalb Jahren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht unterwegs und kontrollieren und strafen Sauberkeitsverfehlungen - mit großen Erfolg für die Sauberkeit und unter großer Zufriedenheit der Wienerinnen und Wiener. "Auch in diesem Bereich können Städte viel voneinander lernen. Wien hat sich vor Einführung der WasteWatcher etliche Modelle angeschaut, etwa in Hamburg und in Paris", so Sima. Wien hat es heuer erstmalig geschafft, in der vielzitierten Mercer-Studie im Vergleich mit 215 anderen Städten den erfreulichen Platz 1 in Sachen Lebensqualität zu erreichen. "Wir haben in vielen Bereichen von anderen Städten gelernt, positive Entwicklungen und Maßnahmen reflektiert und auch übernommen - und die Lebensqualität in Wien weiter erhöht", so Sima.

Internationaler Erfahrungsaustausch auf höchstem Niveau

"Der Kongress ist kein kommunaler Kongress, sondern verbindet die Kommunen, die Privatwirtschaft und die Politik miteinander", so Josef Thon, Chef der MA 48. Die Vortragenden dieses Jahr kommen aus den verschiedensten Teilen Europas, aber auch aus China und New. York. Auch der Präsident der ISWA International Atilio Savino aus Argentinien nimmt am Kongress teil. Die ISWA International hat seit Anfang des Jahres den Sitz für 10 Jahre ihren von Kopenhagen nach Wien verlagert, wodurch Wien als Drehscheibe der Kontakte dieser weltweiten Organisation im Abfallwirtschaftsbereich mutierte. Ein wesentlicher Bereich des Kongresses sind Diskussionen zur kommunalen Daseinsvorsorge als Garant der Entsorgungssicherheit. Als einer der prominenten Mitdiskutanten wird Austronaut Franz Vieböck erwartet.

Alle Infos zum Kongress, Programm etc auf www.abfallwirtschaftskongress.at

Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Anita Voraberger

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Mag.a Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0026