Marktchancen in Griechenland in den Sektoren "Müll- und Sondermüllbehandlung"

Österreichische Exportwirtschaft kann trotz Krise Marktanteile in Griechenland halten - AWO informiert am 23. November in Wien über aktuelle Projekte

Wien (OTS/PWK879) - Griechenland hat bis jetzt die Krise gut überstanden. "Mit einem prognostizierten Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund 1 Prozent im Jahr 2009 hat sich Griechenland im Vergleich zu anderen Ländern im Euroraum hervorragend positioniert", erklärt Andreas Stauber von der Außenwirtschaft Österreich (AWO). Die Inflationsrate wird bis zum Jahresende nicht wesentlich steigen, obwohl sich die Nachfrage etwas beleben wird und auch die Arbeitskosten stärker steigen als in anderen Ländern der Eurozone.

Im Gegensatz zur Industrie gewinnt der Dienstleistungssektor in Griechenland zunehmend an Bedeutung und macht bereits 76 Prozent des BIP aus. Dem starken Dienstleistungssektor ist es auch zu verdanken, dass das schwierige Wirtschaftsumfeld in Griechenland weniger
stark zu spüren ist als in anderen Ländern.

In den vergangenen 13 Jahren lag das BIP-Wachstum mit durchschnittlich 3,9 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der EU 15. Gestützt wurde die lange Wachstumsperiode vor allem von der starken Inlandsnachfrage, die in keinem anderen Land der Eurozone so stark stieg wie in Griechenland, dem Ausbau des Dienstleistungssektors und EU-Förderungen.

Auch wenn die österreichischen Exporte nach Griechenland in den ersten sechs Monaten um 28,9 Prozent auf 290 Mio. Euro zurückgegangen sind - dies entspricht dem Trend der griechischen Importe aus anderen EU Ländern (-28,4 Prozent) - ,konnte die österreichische Exportwirtschaft ihre Marktanteile halten.

"Zudem kommen erhebliche neue Geschäftschancen für österreichische Umweltunternehmen und österreichisches Know-how", weiß Stauber. Denn Griechenland wird in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen tätigen müssen, um die Umweltauflagen der EU zu erfüllen und Strafzahlungen an die Kommission zu vermeiden - sowohl bei der Behandlung von festen als auch von flüssigen Abfällen ist das Land bei der Umsetzung der EU-Gesetzgebung in Verzug geraten. Im Rahmen des EU-Programms "Umwelt und nachhaltige Entwicklung" stehen bis 2014 insgesamt etwa 2,6 Mrd. Euro für die Umwelt zur Verfügung.

Diese Entwicklung nimmt die AWO zum Anlass, am 23. November über aktuelle Projekte im Bereich Müll- und Sondermüllbehandlung zu informieren. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Griechischen Botschaft/Wirtschafts- und Handelsabteilung sowie 'Invest in Greece' organisiert. Teilnehmen wird darüber hinaus eine hochkarätige Delegation von neun griechischen Firmen und kommunalen Unternehmen aus dem Bereich der Abfallwirtschaft/Umwelttechnologie, die im Anschluss für direkte Kooperationsgespräche zur Verfügung stehen werden. (ES)

Nähere Infos unter
http://portal.wko.at/intranet/iformat_detail.wk?StID=514452&DstID=134
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Mag. Andreas Stauber
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