Fahrschulen: Richtiges Verhalten bei Nebel und schlechter Sicht senkt Unfallrisiko

Kontrolle der richtigen Geschwindigkeit mit Sekundenmethode

Wien (OTS/PWK878) - Jedes Jahr das gleiche Szenario: Kaum gibt
es die ersten Nebeltage, schon kracht es auf den Autobahnen. Zufall oder vorhersehbar? "Beobachtet man das Verhalten vieler Autofahrer bei Nebel, kann es nur verwundern, dass nicht noch mehr passiert", stellt Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich, fest.

Nebel tritt nicht völlig überraschend auf und ist meist rechtzeitig zu sehen. Zumindest so rechtzeitig, dass genügend Zeit zur Temporeduktion bleibt. "Aber kaum ein Autofahrer bremst oder geht vom Gas, wenn er in eine Nebelwand einfährt. Vermutlich ist der Grund dafür eine Mischung aus Gedankenlosigkeit und Rücksichtslosigkeit, die viele dazu verleitet, die einfachsten Sicherheitsregeln zu ignorieren", so Hausherr.

Dabei wäre es so einfach, mit Hilfe der Sekundenmethode die richtige Geschwindigkeit bei schlechter Sicht zu wählen, erklärt Hausherr:

Taucht im Nebel ein unbeleuchteter Gegenstand neben der Fahrbahn auf (Verkehrszeichen, Schneestange, Brückenpfeiler etc.), beginnt man im Sekundenrhythmus zu zählen: "Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig ...", solange bis man sich mit dem Gegenstand auf gleicher Höhe befindet.

Bei trockener Fahrbahn sind folgende Werte zu beachten:

  • 0 bis 30 km/h Fahrtgeschwindigkeit: zweiundzwanzig
  • 30 bis 60 km/h Fahrtgeschwindigkeit: dreiundzwanzig
  • 60 bis 90 km/h Fahrtgeschwindigkeit: vierundzwanzig
  • 90 bis 130 km/h Fahrtgeschwindigkeit: fünfundzwanzig

Ist die Fahrbahn nass, zählt man besser noch jeweils eine Sekunde hinzu. Wird der Punkt früher erreicht, ist die Geschwindigkeit zu hoch. Ist etwa bei Tempo 130 und 30 Meter Sicht die Fahrbahn blockiert, bleibt nicht einmal mehr die Zeit um reagieren zu können, gibt Hausherr zu bedenken.

Aber Aufklärung allein reicht nicht aus das Verhalten der Autofahrer bei Nebel zu ändern. In Zukunft darf es nicht nur Geschwindigkeitskontrollen bei Schönwetter geben, sondern auch bei schlechter Sicht muss die angepasste Geschwindigkeit kontrolliert werden.

"Wie die Massenkarambolage vom vergangenen Wochenende zeigt, passieren die Unfälle nicht bei klarer Sicht und guten Straßenverhältnissen, sondern genau dann, wenn keine Kontrollen zu befürchten sind", so Hausherr. (us)

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