Landessanitätsdirektion: "Kinder und die Neue Grippe"

Wie die "normale Grippe" - Impfung aber für schwer chronisch kranke Kinder

Wien (OTS) - Am Montag präsentierten u. a. die Wiener Landessanitätsdirektorin Dr.in Karin Spacek, Prof. Prim. DDr. Mag. Reinhard Marek, Ärztlicher Direktor der Wiener Gebietskrankenkasse und Dr.in Beate Pietschnig, Kinderärztin der MA 15, im Rahmen eines Mediengesprächs, Wissenswertes rund um das Thema "Kinder und die Neue Grippe".

In Wien wurden seit Anfang vergangene Woche bereits rund 30.000 Personen geimpft, darunter auch zahlreiche Kinder, so Spacek und Marek. 6500 Arbeitsstunden wurden insgesamt dafür an den 21 Wiener Impfstellen in der vergangenen Woche geleistet. "Wir arbeiten gemeinsam mit vielen starken Partnern, insbesondere dem Krankenanstaltenverbund, der Wiener Ärztekammer und dem Sanitätsteam Wien", betonten Spacek und Marek.

Allein in den Elternberatungsstellen der Stadt Wien wurden insgesamt 2836 Kinder geimpft, davon waren 1360 Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren alt. Von den fast 4500 in den Elternberatungsstellen geimpften Personen waren etwa 60 Prozent Kinder unter 14 Jahren. Der Grippevirus verursache auch bei Kindern die klassischen und aus den jährlichen Grippezeiten bekannten Grippesymptome und verlaufe mild, betonte Spacek. Auch die Mehrheit der erkrankten Kinder mache eine ganz gewöhnliche Grippe durch und sei nach etwa einer Woche wieder gesund.

"Wir haben derzeit weiterhin das Problem, dass Eltern mit ihren gesunden Kindern ebenso die Kinder-Ambulanzen stürmen", betont Peter Hoffelner, Einsatzleiter des Sanitätsteam Wien. Allein im St. Anna Kinderspital wurden in der vergangenen Woche (Montag bis Sonntag) 1900 Kinder ambulant betreut. "Davon waren mehr als 70 Prozent gesunde Kinder." Am Wochenende wurde kein einziges Kind wegen der Neuen Grippe stationär im St. Anna Kinderspital aufgenommen.

Schutz für chronisch schwer kranke Kinder

Dr. Beate Pietschnig, Kinderärztin in der MA15, und selbst am Kinderimpfprogramm beteiligt: "Wir haben jetzt eine gemeinsame Chance, die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft - die schwer chronisch kranken Kinder - zu schützen." Die Impfung werde sehr gut angenommen, so Pietschnig. Auffällige Impfreaktionen hätte es dabei nicht gegeben. Jedoch gerade bei Kindern müsste dennoch besonders vorsichtig an die Frage herangegangen werden, ob dieses Kind zu diesem Zeitpunkt geimpft werden soll oder nicht. Denn akut erkrankte Kinder mit Fieber und Personen mit bekannter Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffes dürften nicht geimpft werden, warnte Pietschnig. Dies bedürfe immer einer sehr eingehenden Besprechung und Risikoabwägung. Das große Anliegen sei es derzeit, in erster Linie besonders gefährdeten Kinder und Jugendlichen zu schützen. Das seien jene Kinder, die schwere chronische Erkrankungen haben, da bei ihnen häufiger Komplikationen durch die Erkrankung auftreten können, erklärte Pietschnig.

Die Stadt informiert, an welchen Impfstationen die WienerInnen aktuell am schnellsten an der Reihe sind. Regelmäßige Aussendungen werden über die Rathaus-Korrespondenz erfolgen und aktuelle Infos sind auf www.grippeimpfung.wien.at abrufbar. Insgesamt sind etwa 400 MitarbeiterInnen, wie etwa ÄrztInnen und SanitäterInnen an den Impfstationen im Einsatz. (Schluss) red

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