NÖ-Hundehaltegesetz: Heute Pitbull, morgen Rottweiler, übermorgen Dackel?

Der Österreichische Tierschutzverein spricht sich massiv gegen Hunderassendiskriminierung aus

Wien (OTS) - Die ÖVP zeigt wieder einmal ihre mangelnden
Kenntnisse was Tiere, Tierschutz und hier im Besonderen auch Menschenschutz anbelangt.
Ein schnell "zurecht gezimmertes Gesetz", das einzig das Ködern von Wählerstimmen zum Ziel hat, wird Chaos und Tierleid hervorrufen, jedoch keinen einzigen Hundebiss verhindern.

Es sei in Erinnerung gebracht, dass Studien und Untersuchungen von Experten wie etwa am Tierschutzzentrum der tierärztlichen Hochschule Hannover oder auch der Veterinärmedizinischen Universität Wien belegen, dass es keine signifikante Auffälligkeit dieser bestimmten Hunderassen gegenüber anderen Rassen gibt.

Im Gegenteil: In England wird der Dogo Argentino schon seit langem als Therapiehund eingesetzt!

Weiters belegt eine Statistik aus dem Jahre 2007, erstellt in Deutschland, dass gerade diese Rassen und deren Kreuzungen der ÖVP-Liste keine Beißauffälligkeit zeigen, vielmehr führt die Statistik Mischlinge und Schäfer-Mischlinge an.

Auch der Vollzug wird im Chaos enden: Wer soll in den Gemeinden feststellen, um welche Kreuzung es sich handelt und wer beurteilt die Gefährlichkeit?

Fazit wird sein, dass Hunde, dieser Rassen, vermehrt auf z.B. den "Franz von Assisi-Höfen" des Österreichischen Tierschutzvereins oder in Tierheimen landen und keine Chance auf Vermittlung haben.
Ein besonderes "Gustostückerl" erlaubt sich die ÖVP mit der unverhältnismässigen Erhöhung der Hundeabgabe - für jeden Hund das Doppelte, für Listenhunde das Zehnfache!

Dabei stellt sich die Frage wofür Hundebesitzer, die am Land leben und deren Hunde keine einzige Pfote ins Ortsgebiet setzen, diese horrenden Beträge überhaupt zahlen sollen?

Rückfragen & Kontakt:

Marion Löcker
Österreichscher Tierschutzverein
Tel.: 01/8973346

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