"Die Presse am Sonntag" - Pressestimmen

Ausgabe vom 15.11.2009

Hainburger Straße 33 (OTS) - Die frühere Geschäftsbeziehung zwischen dem Baukonzern Porr und den Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger weist Ungereimtheiten auf. Laut einem Bericht der "Presse am Sonntag" wurde im Dezember 2005 zwischen der "Porr Solutions immobilien- und Infrastrukturprjekte GmbH" und der zypriotischen Firma "Astropolis" der beiden Lobbyisten ein Honorar von 200.000 Euro vereinbart - für "die Erstellung einer Studie zur bestmöglichen Vorgangsweise bei der Evaluierung der neuen Märkte im Hinblick auf beabsichtigte Projektentwicklungen insbesondere im Bereich Büro-, Hotel-, Logistik- und Einkaufszentrenimmobilien". Die Rechnung dafür sei aber erst mit 23. Februar 2007 datiert worden, so die PamS. Insider berichten, das Geld sei für ganz andere Leistungen geflossen: In jenem Zeitraum habe die Porr nämlich an einem Bürogebäude am Linzer Hauptbahnhof mitgewirkt, in dem jetzt die Finanzlandesdirektion Oberösterreich untergebracht ist. Während der seinerzeit zähen Verhandlungen mit der Finanzbehörde soll der Porr-Tochter bedeutet worden sein, man könne den Abschluss für den Mietvertrag "beschleunigen" - mittels einer Zahlung von 200.000 Euro an eine zypriotische Firma.
Der PamS liegen Rechnungen vor, die belegen, dass die Porr-Tochter diesen Betrag bei der Errichtungsfirma "Terminal Tower Immobilien" (die ihr zum Teil gehört) in Rechnung stellte. Der Betrag wurde später rücküberwiesen - und dann an die Astropolis in Zypern überwiesen. Porr-Sprecher Peter Walda wollte zu den "Spekulationen keine Stellungnahme" abgeben.

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