BZÖ-Grosz: 20 Jahre nach Mauerfall sind Stasi-Akten über Österreicher nicht aufgearbeitet

Was haben SPÖ, ÖVP und KPÖ zu verbergen? - Ehemalige DDR verfügte über ein bis nach Österreich reichendes Netzwerk

Wien (OTS) - 20 Jahre nach dem "Mauerfall" und dem endgültigen Zusammenbruch der DDR seien die Stasi-Akten der sogenannten Gauck-Behörde über involvierte Österreicherinnen und Österreicher nach wie vor nicht aufgearbeitet. Die Bundesregierung weigere sich bis heute, entsprechend angelegte Akten von den deutschen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen anzufordern, so der stellvertretende BZÖ-Bundeschef und Menschenrechtssprecher Abg. Gerald Grosz am Samstag.

"Das DDR-Regime hat Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Für diese Verbrechen nutzten die Kommunisten ein weit verbreitetes Netzwerk von Persönlichkeiten quer durch Europa. Auch in Österreich hat sich das DDR-Regime Persönlichkeiten von SPÖ, ÖVP und KPÖ bis hin zu Unternehmern und Journalisten bemächtigt und diese Stasi-Spitzel leben noch heute als solche unerkannt unter uns", so Grosz.

"Wir verlangen von der Bundesregierung endlich auch den Willen, dieses dunkle Kapitel der Geschichte - in das auch Österreicher involviert waren - ordnungsgemäß aufzuarbeiten. Die Regierung hat die Möglichkeit, die Stasi-Akten über österreichische Spitzel bei den deutschen Bundesbeauftragten anzufordern", betonte Grosz.

Das BZÖ werde im Nationalrat einen entsprechenden Entschließungsantrag im Nationalrat einbringen, kündigte Grosz an.

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