"profil": Schwere Vorwürfe von Muzicant gegen Pelinka

"Der Vorwurf, dass sich die Kultusgemeinde das Institut unter den Nagel reißt, ist eine weitere Gemeinheit von Pelinka"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erhebt Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, schwere Vorwürfe gegen den Politologen Anton Pelinka. Muzicant auf die Frage, warum nach Pelinkas Abgang aus dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien sogar die Türschlösser des Instituts ausgetauscht wurden: "Weil von Pelinka in der Nacht nach seinem Rücktritt Briefe unter anderem an den Wiener Kulturstadtrat hinausgingen, dass das Wiesenthal Institut die Förderungskriterien nicht mehr erfüllt." -Das Institut wurde bisher von Bund und Stadt Wien mit 640.000 Euro gefördert.

Der Konflikt hat seinen Ursprung im Vertrag, mit dem die Kultusgemeinde ihr Archiv an das Forschungsinstitut verleiht. Muzicant sagt dazu im Interview mit "profil", Einschränkungen seien auch zur Abwehr einer finanziellen Verwertung des Archivs erfolgt:
"Sie hatten vor, das gesamte Archiv zu digitalisieren und mit diesen Dingen zu machen, was sie wollen. - Es gibt keinen Umweg, alles zu vervielfältigen und es dann in die ganze Welt zu verkaufen."

Der Wissenschafter seinerseits hatte vor "Umklammerung des Instituts durch die Kultusgemeinde" gewarnt. Muzicant, der einen Großteil des neuen Vorstands vorschlug: "Der Vorwurf, dass sich die Kultusgemeinde das Institut unter den Nagel reißt, ist eine weitere Gemeinheit von Pelinka." Pelinka versuche nun, "das Institut zu zerstören. Und das mit unlauteren Mitteln."

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