ÖH: Das war nix!

Politik bleibt ohne Perspektiven

Wien (OTS) - In der gestrigen Nationalratssitzung blieb die Regierung wieder einmal konkrete Antworten schuldig. "Absichtserklärungen ohne Konsequenzen - wie immer", kritisiert Sigrid Maurer vom ÖH Vorsitzteam die gestrige Sitzung. "SPÖ und ÖVP stellen zwar viele Ansprüche an das Bildungssystem, lassen jedoch keine Taten folgen. Es braucht mehr als schöne Worte, um unsere Hochschulen zu retten."

Kanzler Faymann spricht in einer Presseaussendung beispielsweise davon, dass es statt sozialer Selektion und Schranken Regelungen und zusätzliche Mittel brauche, um die AkademikerInnenquote zu erhöhen. "Herr Kanzler, dann treten sie auch endlich für einen offenen Hochschulzugang auf und drücken sie sich nicht um eine konkrete Positionierung", fordert Thomas Wallerberger vom ÖH Vorsitzteam. "Eine Erhöhung der Studierendenzahlen erreicht man jedenfalls nicht mit Bildungshürden oder sonstigen 'Zugangsregeln' - die Unis müssen offen sein, frei zugänglich für alle!"

Wissenschaftssprecherin Kuntzl (SPÖ) hat erkannt, dass die Studienbedingungen katastrophal sind und fordert gemeinsam mit Cap (SPÖ) die versprochenen 2 % des BIP ein. "Ohne ein verbindliches Finanzierungskonzept wird es allerdings nicht mehr Geld geben. Die Regierung und Finanzminister Pröll bleiben auch in diesem Punkt unkonkret und vergessen, dass sie es sind und niemand anders, die dieses Konzept vorlegen müssen", so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH.

Die Erkenntnis Hahns (ÖVP), dass es eine bessere Beratung der SchülerInnen braucht, teilt die ÖH Bundesvertretung. "Wenn dem Noch-Wissenschaftsminister wirklich etwas daran liegt den MaturantInnen eine umfassende Information zu liefern, sollte er dem Vorschlag der ÖH, die MaturantInnenberatung auf ganz Österreich auszuweiten, zustimmen", regt Generalsekretärin Eva Maltschnig an.

Vereinzelt wurde in den Reden im Parlament auch erkannt, dass der Wert von Bildung über seine ökonomische Verwertbarkeit hinaus geht. "Es ist ärgerlich, dass in der gesamten Diskussion ständig versucht wird, Studierende gegen Steuerzahler auszuspielen. Der gesellschaftliche Nutzen von Bildung wird ignoriert, weil er schwer messbar ist", betonen Sigrid Maurer und Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung. "Ohne ein grundsätzliches Nachdenken über Bildung stehen uns weitere 10 Jahre Stillstand bevor. Die gestrige Nationalratssitzung stimmt jedenfalls nicht besonders zuversichtlich", so Maurer und Wallerberger abschließend.

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