Cap: Mehr Geld für Universitäten - ZweiProzent des BIP als Zielorientierung

Studiengebühren werden nicht eingeführt - Verschulungstendenzen kritisch sehen - Demokratische Studierendenbewegung respektieren

Wien (OTS/SK) - Bei der Sondersitzung im Parlament zu den Universitäten betonte SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Donnerstag "den Grundsatz mehr Geld für Universitäten". So sei bereits am 24.9.2008 mit einem "guten Beschluss" festgelegt worden, dass das Hochschulbudget zwei Prozent des BIP ausmachen soll - Bundeskanzler Werner Faymann habe klargestellt, dass dies bei der Finanzierung die Zielorientierung sei, so Cap. Bekräftigt wurde von Cap weiters, dass es "dabei bleibt: Studiengebühren werden nicht eingeführt". ****

Cap betonte überdies, dass "die Verschulungs- und Ökonomisierungstendenzen kritisch zu sehen sind", denn es könne nicht darum gehen, "FließbandakademikerInnen" zu erzeugen, sondern gebildete, demokratische Menschen, die auch auf internationalen Arbeitsmärkten unterkommen können. Auch sei in einem Land wie Österreich mit einer demokratischen Kultur zu respektieren, dass es eine demokratische Bewegung wie die Studierendenbewegung gebe, mit der man in Dialog zu treten habe. Bestehende Fehler, wie jene zwischen 2000 und 2006 ("Stagnation bei der Uniausstattung, Entdemokratisierung an den Universitäten") seien zu korrigieren, so Cap, der klarstellte, dass diese Fehler der "reale Grund" für die Studierendenproteste seien.

Die von der SPÖ lange angestrebte Abschaffung der Studiengebühren sei ein "guter Beschluss" gewesen, so Cap, der unterstrich, dass die SPÖ immer klargestellt habe, dass soziale Barrieren beseitigt gehören. Da 42 Prozent der Studierenden während des Semesters arbeiten müssten, weitere 18 Prozent fallweise und 25 Prozent der Studierenden während der Semesterferien arbeiten müssen, sei es angesichts dieser sozialen Lage berechtigt, dabei zu bleiben, dass Studiengebühren nicht eingeführt werden, so Cap.

Bekräftigt wurde von Cap weiters, dass "die Bildungsmisere der deutschen Universitäten nicht in Österreich gelöst werden kann". Verwundert zeigte sich Cap auch über die "Angstmache" in Richtung Überflutung der Universitäten - tatsächlich gebe es rund 250.000 Studierende und nicht die angekündigten 300.000. Er freue sich angesichts der niedrigen AkademikerInnen-Quote über jeden Studierenden, der mehr studiert, weil er für eine Erhöhung der AkademikerInnen-Quote sei. "Daher müssen wir was tun, damit diese Erhöhung möglich ist, und wir konkurrenzfähig sind". Die Studierenden spielten eine wichtige Rolle in einer demokratischen Gesellschaft, so Cap in Betonung humanistischer Grundsätze. (Schluss) mb

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