FPÖ-Hofer: Diskussion um Gefahren von Mobilfunk

Israelische Studie bleibt für Bundesregierung Minderheitenmeinung

Wien (OTS) - Eine israelische Studie dokumentierte einen starken Anstieg beim Auftreten von Speicheldrüsenkrebs in Israel und brachte diesen in Zusammenhang mit Mobiltelefonen. Im Zuge der Studie wurde das Auftreten von Mundhöhlenkrebs zwischen 1970 und 2006 untersucht. Unter den Fällen von Speicheldrüsenkrebs fanden die Forscher einen beunruhigenden Anstieg von Fällen mit bösartigen Wucherungen in der Ohrspeicheldrüse in der Nähe der Stelle, wo das Mobiltelefon während des Gesprächs gehalten wird.

Der stellvertretende freiheitliche Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer brachte aus diesem Anlass eine Anfrage an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie ein. Norbert Hofer: "Ich wollte von der Ministerin wissen, ob ihr diese Studie bekannt war, welche Maßnahmen sie aufgrund der Erkenntnisse dieser Studie setzen möchte und ob sie sich dafür einsetzt, den SAR-Wert von Mobiltelefonen auf der Verpackung kennzeichnen zu lassen."

In Ihrer Anfragebeantwortung meinte Bures wörtlich: 'Ich vertraue den Aussagen der Wissenschaft und bin daher davon überzeugt, dass eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen nicht besteht, wenn die Grenzwerte eingehalten werden.' Hofer dazu: "Sie traut aber israelischen Wissenschaftlern offenbar weniger als anderen, denn zugleich weigert sie sich, den SAR-Wert auf der Verpackung anzugeben", zeigt sich Hofer davon enttäuscht.

"Ihre Aussage, wonach das Anbringen des SAR-Wertes EU-Recht brechen würde, ist umstritten. Das stellt jedenfalls keine Wettbewerbsverzerrung dar, weil sowohl importierte als auch in Österreich hergestellte Geräte gleich behandelt würden. Völlig unbestritten ist freilich, dass eine freiwillige Kennzeichnung jederzeit möglich ist. Ich fordere daher den Konsumentenschutzminister auf, ein Gütesiegel für Handys mit besonders niedrigem SAR-Wert vorzustellen. Da immer mehr Kinder Mobiltelefone nutzen, ist das von wesentlicher Bedeutung für die Kaufentscheidung", schließt Hofer.

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