Maier: Fünf-Parteien-Antrag - Jugendliche vor Hautschäden durch Solarien schützen

Wien (OTS/SK) - "Alle fünf Parteien haben sich heute im Konsumentenschutzausschuss in einem gemeinsamen Antrag für ein Verbot der Benützung von UV-Bestrahlungsgeräte in Solarien durch Kinder und Jugendliche ausgesprochen", zeigte sich SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier erfreut. "Zuständig ist Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der dies nun mittels Verordnung zur Gewerbeordnung zum Schutz vor gesundheitlichen Schäden zu verordnen hat", so Maier. Es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien weltweit, die belegen, dass die Bestrahlung durch UV-Geräte in Solarien vor allem für Kinder und Jugendliche gefährlich ist, denn diese Geräte beeinflussen sowohl die Hautkrebsentstehung als auch den Verlauf einer bestehenden Hautkrebserkrankung entscheidend, so Maier. ****

Deutschland, Italien und Frankreich haben rasch reagiert und Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr die Benutzung von UV-Bestrahlungsgeräten bereits untersagt, um sie vor den massiven Hautkrebsgefahren zu schützen. Ein Problem stellen auch Solarien dar, die in Saunas und Schwimmbädern aufgestellt sind und mit Münzen eingeschaltet werden. Dem Problem könnte man ähnlich wie dies bei Zigarettenautomaten gelöst wurde, begegnen. Mit der Bankomatkarte wird das Alter gecheckt und das Gerät geht nur bei erforderlichem Alter in Betrieb. "Wir haben im 5-Parteien-Antrag auch verankert, dass die Warn- und Schutzvorschriften in der Solarienverordnung hinsichtlich des Besuches von "Solarien" entsprechend dem SCCP-Gutachten (Scientitic Commission on Consumer Products) evaluiert werden soll", erklärte Maier.

Seltsamer BZÖ-Antrag wird abgelehnt

Abgelehnt werde im Konsumentenschutzausschuss der Antrag des BZÖ, wonach die Agenden des Konsumentenschutzes im Justizministerium verankert werden sollten. "Dies ist ein mehr als verwunderlicher Antrag, wechselten doch unter dem damaligen FPÖ/BZÖ Minister Haupt die Agenden ins Sozialressort. Noch verwunderlicher ist, dass der Antrag vom Abgeordneten Dolinschek kommt, der als für Konsumentenschutz zuständiger Staatssekretär im Sozialministerium ab 2002 die Möglichkeit gehabt hätte, in der damaligen Regierung dafür einzutreten", so Maier erstaunt. Wobei der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher insbesondere festhält, dass der Konsumentenschutz eine Querschnittsmaterie ist, die im Sozialministerium gut aufgehoben ist, da es im Konsumentenschutz auch besonders um die Unterstützung sozial schwacher KonsumentInnen gehe. (Schluss) mo/mp

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