Tumpel will beste Bildungsinfo und mehr Ausbildungsplätze

Besuch auf den L14 Bildungsinfotagen im AK Wien Bildungszentrum: AK Präsident fordert verstärkte Beufsorientierung, mehr Lehr- und mehr Schulplätze

Wien (OTS) - Bereits zur Halbzeit mehr als 3.000 Jugendliche auf "Bildungssuche" bei den L14 Bildungs- und Berufsinfotagen der Arbeiterkammer in Wien! "Das Interesse unserer jungen Leute an Bildungs- und Berufsinformation ist riesig, das zeigt der Andrang hier", sagte AK Präsident Herbert Tumpel heute beim Besuch der Jugendli-chen am zweiten L14-Tag. Bis Samstag werden in Summe 8.000 BesucherInnen erwartet. Berufs- und Bildungswegorientierung sollte ein eigenes, verpflichtendes Fach in der Schule werden, sagt Tumpel. Das gelte umso mehr in Zeiten des Mangels an betrieblichen Lehrstellen und Schulplätzen: Die Hälfte der Burschen lernt nur 13 Lehrberufe, die Hälfte der Mädchen sogar nur drei - und auch in Fachschule, HAK, HTL oder Tourismusschule bekommen Jugendliche oft nicht die Ausbildung im Wunschberuf. Überdies, so Tumpel, müsse die Schule "ausgleichen, dass nicht alle Familien ihre Kinder gleich gut bei der Berufswahl unterstützen können". Wie berichtet, orientieren sich die meisten danach, was sie aus der Familie kennen. Dabei sind Arbeiterkinder im Nachteil.

"Wir brauchen Investitionen in die Bildung unserer Kinder", sagt Tumpel, "das rechnet sich für die Jungen und das Land. Eine wesentliche Investition ist für Tumpel auch ein eigenes, verpflichtendes Fach Berufs- und Bildungswegorientierung in der Schule. Das sollte der nächste Schritt sein, nachdem die Unterrichtsministerin per Erlass bereits festgelegt hat, dass die Berufsorientierung in den Schulen besser koordiniert werden oder dass es ein Mindestmaß an "Realbegegnungen" der SchülerInnen mit der Arbeitswelt geben soll. "Und gute Berufsorientierung ist schon deshalb wichtig, weil wir in den Betrieben und in den Schulen noch zu wenige Ausbildungsplätze für unsere Kinder haben", sagt Tumpel.

Der AK Präsident kritisiert, dass die Unternehmen in der Krise weniger neue Lehrlinge aufnehmen: "Nach der Krise werden sie wieder über Fachkräftemangel jammern." Die überbetriebliche Ausbildung in Lehrwerkstätten funktioniere. Aber gerade jetzt seien auch mehr betriebliche Ausbildungsplätze mit Qualität nötig, die nach dem Abschluss gute Berufschancen bieten. Dafür sollen die Unternehmen die neue Lehrstellenförderung nutzen, die die Sozialpartner mit der Regierung im Jugendbeschäftigungspaket vereinbart haben. Tumpel: "Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass die Hälfte der Burschen nur 13 Lehrberufe lernt und die Hälfte der Mädchen sogar nur drei."

In den ersten Klassen der berufsbildenden Schulen will Tumpel, dass bis zu 3.000 Plätze zusätzlich geschaffen werden; in Ausbildungsrichtungen, die breit für spätere Berufsfelder qualifizieren. Denn wer eine schulische Ausbildung in einer Fachschule, HAK oder HTL will und an der Wunschschule keinen Platz bekommt, nimmt oft irgendeinen Schulplatz, bevor er oder sie gar nichts lernen kann.

SERVICE: L14 Bildungs- und Berufsinformationstage der AK Wien, bis 14. November, Familienprogramm Freitag, 14.00-17.00, Samstag 9.00-17.00, AK Wien Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien, http://www.L14.at

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