Fachverband Luftfahrt kritisiert erschwerten Marktzugang für Bedarfsflugunternehmen in Deutschland

Auflagen für gewerbliche Beförderung von Fluggästen schießen weit übers Ziel hinaus - Fachverband Luftfahrt der WKÖ setzt sich in Brüssel für rasche Beseitigung ein

Wien (OTS/PWK866) - Der Fachverband Luftfahrt in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kritisiert, dass österreichische Bedarfsflugunternehmen schwierige Marktbedingungen in Deutschland, aber auch in anderen Staaten der Europäischen Union wie beispielsweise im Vereinigten Königreich und Frankreich vorfinden:
Bei Flügen zur gewerblichen Beförderung von Fluggästen werden diverse Auflagen auferlegt, die weit übers Ziel hinaus schießen.

Die deutsche Rechtslage beispielsweise sieht für die Erbringung von Bedarfsflügen unter anderem die Vorlage einer Bestätigung vor, dass der beantragte Flug nicht von einem deutschen Luftfahrtunternehmen erbracht werden kann bzw. sich kein deutsches Luftfahrtunternehmen dazu bereit erklärt hat. Dadurch wird der Marktzugang für österreichische Unternehmen bereits massiv erschwert.

Darüber hinaus verursachen auch die gegenwärtigen Fristen bei der Antragstellung lange Vorlaufzeiten, welche der Dynamik der Unternehmen und ihrer Wettbewerbsfähigkeit schaden. Martin Lener von Tyrolean Jet Services dazu: "Gerade in der Bedarfsluftfahrt ist ein hohes Maß an Flexibilität besonders wichtig, da hier die Aufträge oft sehr kurzfristig durchzuführen sind. Lange Vorlaufzeiten richten massiven Schaden an, Geschäftsabschlüsse werden dadurch in vielen Fällen verhindert."

Christian Domany, Obmann des Fachverbandes der Luftfahrt in der WKÖ, betont: "Die österreichische Bedarfsflugbranche ist ein Wirtschaftszweig von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da immer mehr Unternehmen aber auch Privatpersonen die hohe Flexibilität dieser Branche sehr zu schätzen wissen."

Aufgrund des erschwerten Marktzugangs der österreichischen Bedarfsflugunternehmen in Deutschland wurde der Fachverband bereits auf europäischer Ebene aktiv und ist in dieser Angelegenheit in ständigem Kontakt mit der Europäischen Kommission. Ziel ist, diese Erschwernisse möglichst schnell zu beseitigen. (SR)

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