WKÖ-Hochhauser: Bereits in der Schule Weichen für mehr Frauen in Technik-Berufen stellen

Ein Sechstel aller Beschäftigten in F&E sind Frauen, betont WKÖ-Generalsekretärin anlässlich der Vergabe des Staatspreises Chancengleichheit für F&E

Wien (OTS/PWK864) - Mit dem Staatspreis "Chancengleichheit in
F&E" hat das Verkehrsministerium gestern Mittwochabend erstmals innovative österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die Vorzeigemaßnahmen in puncto Chancengleichheit gesetzt haben. "Die Technik ist zwar nach wie vor männlich dominiert. Von den knapp 43.000 Personen, die in österreichischen Betrieben im F&E-Bereich arbeiten, sind aber immerhin 7000 Frauen. Es geht also auch anders", betonte die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Anna Maria Hochhauser, in einer Diskussionsrunde anlässlich der Preisverleihung.

Ziel müsse sein, noch mehr Frauen für die Berufsmöglichkeiten in der Technik und im naturwissenschaftlichen Bereich zu begeistern. "Das nützt den Betrieben, die auf dem Weg zu einer stärkeren Innovationsleistung alle verfügbaren Potenziale mobilisieren müssen. Das nützt aber auch den Frauen", betonte Hochhauser: "Denn wenn in diesen Tagen oft über die angebliche Kluft zwischen Frauen- und Männergehältern debattiert wird, so liegt das auch daran, dass Frauen sehr oft in Berufe gehen, die weniger gut bezahlt sind. Hier ist ein Umdenken in Richtung mehr Frauen in die Technik notwendig."

Mit der entsprechenden Bewusstseinsbildung könne gar nicht früh genug begonnen werden. "Die Weichen müssen bereits im Kindergarten und in der Schule gestellt werden", so die WKÖ-Generalsekretärin. Viele Betriebe hätten bereits reagiert - etwa durch Kooperationen mit Schulen, die Teilnahme an den "Girls"- bzw. "Boys"-Days oder ihre Teilnahme an Branchenpräsentationen, bei denen Berufe durch "lebende Werkstätten" präsentiert werden.

Die mit dem Staatspreis Chancengleichheit in F&E 2009 ausgezeichneten sechs Unternehmen bzw. Forschungseinrichtungen seien der lebende Beweis dafür, dass im Bereich F&E das gelte, was für die gesamte Wirtschaft gelte: "Unternehmen, die bei der Wahl der Mitarbeiter auf allen Ebenen, deren Weiterbildung und im weiteren Karriereverlauf - auch - auf die Frauen setzen, können mittel- und langfristig erfolgreicher sein", so Hochhauser abschließend. (SR)

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