4. GPA-djp Bundesjugendforum: "Solidarität ist unsere Stärke"

Inhaltliche Positionierung und Wahl des Bundesjugendpräsidiums - Solidarität mit StudentInnen

Wien (OTS/ÖGB) - Unter dem Motto "Solidarität ist unsere Stärke" findet von 6.-8. November das 4. GPA-djp Bundesjugendforum im Rahmen eines dreitägigen Jugendkongresses in St. Sebastian/Stmk. statt. Heute Samstag wurden bei der Wahl des Bundesjugendpräsidiums die ehrenamtlichen VertreterInnen für die kommenden zwei Jahre gewählt und die inhaltliche Positionierung beschlossen. ++++

Bei der Wahl des Bundesjugendpräsidiums wurde Rene Pfister als Bundesjugendvorsitzender mit einer breiten Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Weiters wurde Barbara Marx als Frauenbeauftragte der GPA-djp Jugend gewählt.

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und der Bildungsmisere will die Gewerkschaftsjugend für eine Gesellschaft kämpfen, in der die Solidarität wieder zum zentralen Anliegen wird: "Nur gemeinsam können wir für unsere Interessen eintreten und unsere Rechte verteidigen", sagte Rene Pfister nach der Wahl. "Die Krise trifft uns alle, Lehrlinge, SchülerInnen und derzeit ganz besonders die StudentInnen. Wir werden zusammenstehen und gemeinsam für freien Zugang zur Bildung und Chancengleichheit für alle kämpfen", so Pfister.

In den nächsten zwei Jahren will die GPA-djp Jugend für eine Beteiligung der Lehrlinge an den Förderungen für einen positiv abgelegten Praxistest eintreten. Gefordert wird auch die sofortige Umsetzung der von der Bundesregierung angekündigten Ausbildungsgarantie, um der dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt entgegen zu wirken. Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, sollen verstärkt in die Pflicht genommen werden. Auch die im Jahr 2008 eingeführte "Lehrlingskündigung" soll zurück genommen werden.

Unter den dringlichsten Reformen für das Schulsystem werden die ganztägige Gesamtschule der 6- bis 15-Jährigen gefordert, die Abschaffung der Privatschulen, die Senkung der Klassengröße auf 15 SchülerInnen sowie die Abschaffung des Sitzenbleibens und der Noten.

Zur aktuellen Lage an den Universitäten verwies Pfister auf den großen Erfolg des Aktionstages am vergangenen Donnerstag: "Die Breite und die Fortdauer der Protestbewegung, die von unseren Universitäten ausgeht, zeigt, dass hier ein massiver Notstand im österreichischen Bildungssystem herrscht, vom dem wir alle betroffen sind. Wir unterstützen weiterhin die Anliegen der StudentInnen in ihrem Kampf um ihr Recht auf Bildung", sagte Pfister.

ÖGB, 8. November 2009 Nr. 670

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