Scheele: Studie über Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis bei Kindern

21 Prozent der Väter und 17 Prozent der Mütter rauchen in Gegenwart ihrer Kinder

St. Pölten, - (OTS/SPI) - Die internationale Studie über Asthma und Allergien im Kindesalter (ISAAC) ist ein von neuseeländischen und britischen Wissenschaftern gestartetes Projekt. Es ist das Ziel, in möglichst vielen Ländern einheitliche Daten über die Häufigkeit von Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis zu gewinnen. Mittlerweile wurde das von der WHO geförderte Projekt in 56 Staaten durchgeführt. Im Sommer 2008 wurde die Erhebung auch in Niederösterreich durchgeführt, die Ergebnisse der Studie liegen nun vor. "Wir haben hier wirklich repräsentatives Zahlenmaterial zur Verfügung. Denn von insgesamt 12.584 Kindern in den ersten Klassen aller niederösterreichischen Volksschulen haben die Eltern von 10.107 die Fragebögen beantwortet", erläutert NÖ Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele. Insgesamt hatten 17,9 Prozent der Kinder eine oder mehrere der drei untersuchten Erkrankungen. 4,7 Prozent der Eltern gaben an, dass ihr Kind bereits einmal Asthma gehabt hat, 4,3 Prozent hatten bereits Heuschnupfen und 11,7 Prozent Neurodermitis. Im Vergleich mit anderen, bereits früher untersuchten österreichischen Regionen liegt Niederösterreich bei Asthma an dritter Stelle, bei Heuschnupfen und Neurodermitis aber eher unter dem Durchschnitt.

"Interessant, aber zugleich auch Besorgnis erregend sind einige Umstände, die ebenfalls im Zuge der Studie erhoben wurden. So rauchen insgesamt 21,4 Prozent der Väter und 16,9 Prozent der Mütter in der Wohnung. In rund 18 Prozent aller Haushalte wird mehr als eine Packung Zigaretten täglich geraucht", macht Landesrätin Scheele aufmerksam. Außerdem bestätigte die Studie auch den Bewegungsmangel bei Kindern. Nur 45,2 Prozent der Kinder machen wenigstens ein- oder zweimal pro Woche so viel Bewegung, dass sie außer Atem kommen. "Viele Einflüsse auf die Gesundheit unserer Kinder - etwa die Luftverschmutzung oder den Straßenverkehr - können wir nicht oder nur sehr schwer ändern, aber viele Risikofaktoren haben wir in der Hand. Die massiven gesundheitlichen Folgen des Passivrauchs oder die Gesundheitsschäden durch Bewegungsmangel sind vielfach belegt. Mein Anliegen ist, auf diese Faktoren mehr Aufmerksamkeit zu lenken. Denn etwa durch den Verzicht auf Zigaretten in Gegenwart von Kindern oder in Räumen, in denen Kinder sich aufhalten, trägt bereits viel zur Gesundheit und zum Wohlbefinden unserer Jüngsten bei", so Landesrätin Scheele abschließend.
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