Dorner zu H1N1: Risikogruppen unbedingt impfen

Ärztepräsident appelliert an eigenen Berufstand: "Wer sich schützt, schützt auch andere"

Wien (OTS) - In einem eindringlichen Appell fordert der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) Walter Dorner die Angehörigen aller Risikogruppen zur Impfung gegen die Neue Grippe auf. "Die Impfung gegen den H1N1-Virus ist essentiell; vor allem auch für die Ärztinnen und Ärzte. Denn wer selbst gegen die Neue Grippe geimpft ist, schützt in weiterer Folge seine Mitmenschen", so Dorner vor dem Start der Österreich-weiten Impfaktion für Risikogruppen gegen die "Schweinegrippe" Sonntag in einer Aussendung.

Nach Impfung der Risikogruppen sollte sich auch die restliche Bevölkerung möglichst zahlreich an der Immunisierung beteiligen. Dorner: "Nur mit einer hohen Durchimpfungsrate können wir effizient gegen diese neue Erkrankung vorgehen."

Zur richtigen Vorbeugung zählten aber auch präventive Maßnahmen im Alltag. Wer seine Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife wäscht, kann bereits das Risiko vermindern, sich oder andere mit Grippeviren zu infizieren. Ratsam ist es auch, große Menschenansammlungen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Der Impfplan des Bundesministeriums sieht eine etappenweise Durchimpfung der Bevölkerung vor. In der ersten Phase wurden ab 27. Oktober 2009 ausschließlich Personen in Gesundheitsberufen geimpft. Mit 9. November 2009 beginnt nun die Immunisierung der Risikogruppen. Dazu zählen Personen ab dem 6. Lebensmonat bis zum 49. Lebensjahr mit Grunderkrankungen, Schwangere ab der 15. Schwangerschaftswoche sowie enge Familienangehörige und Betreuungspersonen von Kindern unter sechs Monaten mit Grunderkrankungen. Dies sind chronische Krankheiten des Atmungs- oder des Herzkreislaufsystems, chronische neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen, chronische Stoffwechselkrankheiten, chronische Leber- und Nierenkrankheiten, alle anderen Grundkrankheiten, die die Immunität einer Person schwächen oder die Atmungsfunktion beeinträchtigen, angeborene oder erworbene Immunschwäche und Krebserkrankungen.

"Die Neue Influenza zeigt in der Regel ein ähnliches Krankheitsbild wie die saisonalen Influenza und verläuft meistens milde. Doch ist die Gefahr einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (Superinfektion, Anm.) virulent, worauf der Krankheitsverlauf besonders kritisch werden kann. Daher sollten sich die Risikogruppen ihrer Gesundheit zuliebe unbedingt impfen lassen", so Dorner. (jg)

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