Hahn: Europa soll Brücken bauen nach innen und außen

Designierter Kommissar unterstreicht Österreichs Bereitschaft für Zukunftsressort

Wien (OTS/ÖVP-PK) - =

"Die Bundesregierung hat eine Wahl getroffen.
Dass diese Wahl auf mich gefallen ist, ist kein Signal gegen jemanden oder etwas, sondern für etwas", so Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn beim Hearing im EU-Hauptausschuss des Nationalrates zu seiner Nominierung als EU-Kommissar. Es gehe um die "Wahrnehmung unserer Zukunftspotentiale, gerade auch in Hinblick darauf, welche mögliche Strahlungswirkung dies auf Österreich" haben könne. "Ich darf versichern, dass ich alles dazu tun werde, an den exzellenten Ruf der von Österreich bisher entsandten Kommissare anzuknüpfen", betonte Hahn. ****

Europa habe "seine Konsolidierung mit dem Reformvertrag von Lissabon" weitgehend abgeschlossen. "Hier ist ein wichtiger Schluss-Stein gesetzt worden", so Hahn. Es gelte nun Handlungsfähigkeit zu beweisen und Resultate in Europa zu erzielen.
"Jetzt geht es um die Bewältigung der Krise, der wirtschaftlichen Herausforderungen. Es geht um den erfolgreichen Kampf für mehr Arbeitsplätze", führte Hahn weiter aus. In diesem Kontext gelte "für ganz Europa, das was ich in Österreich immer gesagt habe: Wissen schafft Arbeit!"

Weiters brauche es ein "kluges Zusammenwirken zwischen der europäischen Ebene und den Ländern", betonte Hahn. Europa darf nicht als ein "entweder oder" verstanden werden, sondern vielmehr als "Und": "Europa ist ein 'Und' der Länder, der Regionen, der Dörfer, der Städte, der nationalen Parlamente, der europäischen Institutionen, der Industrie, der klein- und mittelständischen Unternehmen - es geht darum, einen Wettbewerb zu ermöglichen, aber auch Werte sicher zu stellen".

"Genau darum sind wir als mittelgroßes Land besonders gefordert, damit die Stärken in Europa gleichmäßig verteilt werden", betonte Hahn. Dies sei auch einer der wesentlichen Punkte im Bereich der Forschungs- und Entwicklungs-Politik, nämlich regionale Forschungsinfrastrukturen sicher zu stellen.

"Mein persönlicher Zugang zur zukünftigen Weiterentwicklung Europas ist jener, das Haus Europa wohnlich zu gestalten", erklärte Hahn. "Es darf nicht so sein, dass Europa nur dann geschätzt wird, wenn es eine Zuflucht in der Krise darstellt, sondern es soll auch eine gewünschte Bleibe im Alltag sein."

"Europa soll nach innen verbinden, aber auch Brücken nach außen bauen", erklärte Hahn. Dies sei immer eine Stärke Europas gewesen. "Die Europäische Union ist kein Projekt für wenige, sondern ein Projekt für alle Menschen, die auf diesem Kontinent leben. Es ist mir ein Anliegen, dass wir von Europa reden und nicht immer nur von Brüssel - wenn wir von Europa reden, reden wir von einem gemeinsamen Europa", so Hahn.

"Ich kann versichern, dass ich mich als Österreicher in Europa und als Europäer in Österreich verstehe", so Hahn. Abschließend bat Hahn um das Vertrauen der Abgeordneten.
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