JG-Tauß: Freier Bildungszugang Herzstück sozialdemokratischer Bildungspolitik

Europäische Lösung notwendig

Wien (OTS/SK) - "Chancengleichheit und der damit verbundene freie Zugang zur Bildung für alle sind das Herzstück sozialdemokratischer Bildungspolitik", machte die Bundesvorsitzende der Jungen Generation, Tina Tauß, am Donnerstag deutlich. In der derzeitigen Debatte gehe es jedoch nicht darum, wie man die Universitäten besser ausstatten kann und den Studierenden eine qualitativ hochwertige Bildung vermittelt, sondern wie man die Zahl der Studierenden verringert. Es sei an der Zeit, die Proteste der Studierenden ernst zu nehmen und darauf richtig zu reagieren. "Die Aufstockung des Budgets für die Universitäten und damit die Bildung junger Menschen massiv zu verbessern, ist die einzige Lösung", so Tauß, die hinter den Forderungen der StudentInnen steht. "Studiengebühren und Zugangbeschränkungen sind absolut abzulehnen, denn Bildung ist unsere wichtigste Ressource der Zukunft." ****

"Zusätzlich ist es aber auch notwendig, eine europäische Lösung anzudenken, da Studierende zwar leichter in anderen Ländern studieren können, aber keine zusätzlichen finanziellen Mittel für diese Universitäten zur Verfügung gestellt werden", sieht Tauß Handlungsbedarf. Sie fordert daher einen europäischen Bildungstopf, in den Länder, die starke Zugangsbeschränkungen haben, einzahlen und an jene Länder, die allen Studierenden den Zugang zu den Universitäten ermöglichen und damit starken Zulauf ausländischer Studierender haben, ausschütten.

"Wir haben zwar einen europäischen Bildungsmarkt, aber keine gemeinsame Bildungspolitik. Hier fehlen klare Überlegungen, damit manche Universitäten und Länder nicht schlechter gestellt werden", betonte Tauß. "Soll auf der einen Seite durch den Vertrag von Lissabon die europäische Mobilität der Studierenden erhöht werden, so muss es auch Überlegungen über die Finanzierung dieser Mobilität geben. Möglich wäre das durch ein europäisches Bildungstransferkonto, aus dem Universitäten unterstützt werden, an denen viele Studierende aus anderen Ländern inskribiert sind."

Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen in Europa gefordert

"Wenn wir als EuropäerInnen für den Austausch der Bildungsmöglichkeiten stehen, müssen gleichzeitig die finanziellen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, wie das in anderen Bereichen, etwa der Wirtschaft, passiert", so Tauß, die in dem Zusammenhang auf die Notwendigkeit finanzieller Mittel für europäische Bildungspolitik hinwies.

Wenn Hahn sich schon nicht mehr um die Probleme der StudentInnen in Österreich kümmere und nicht gesprächsbereit sei, solle er diesen Vorschlag wenigstens mit nach Brüssel nehmen. (Schluss) as/mp

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