AKNÖ-Haneder: Rehabilitation für schwerstkranke Kinder endlich regeln

In Österreich fehlen familienorientierte Nachsorgeprogramme und -Einrichtungen

wien (OTS/AKNÖ) - Kinder stecken Krankheiten oft mit erstaunlicher Widerstandskraft weg. Bei sehr schweren Erkrankungen von oftmals über 6 Monaten ist jedoch eine umfassende Nachbetreuung notwendig. Zur Rehabilitation nach sehr langen Spitalsaufenthalten zählt nicht nur die medizinische Nachbetreuung sondern auch die psychosoziale Rückkehr in die kindliche Normalität von Familie, Schule und FreundInnen. "In Österreich mangelt es jedoch an kindergerechter Rehabilitation. Die betroffenen Familien sind in solchen Fällen schwerstens belastet", kritisierte der AKNÖ-Präsident Hermann Haneder heute.

Zum Glück werden nur wenige Kinder so schwer krank, dass ein mehrmonatiger Spitalsaufenthalt notwendig ist. Damit schwer kranke Kinder leichter in ihren kindlichen Alltag zurückfinden können, sind familienorientierte Rehabilitationsmaßnahmen und -Einrichtungen notwendig.

"In Österreich steht nicht einmal genau fest, wie viele Kinder zwischen 0 und 14 Jahren derzeit an schweren Erkrankungen leiden", stellte AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Rupp MBA, ergänzend fest. Eltern sind außer mit dem emotionalen Leid auch noch mit dem Kompetenz-Wirr-Warr von Sozialhilfe und Sozialversicherung ohne klaren Rechtsanspruch konfrontiert.

Die AKNÖ sieht es als unzumutbar an, dass es in Österreich keine einzige familienorientierte Rehabilitationseinrichtung zum Beispiel für krebskranke Kinder gibt. Eltern, die sich für einen aufwändigen und finanziell belastenden Nachsorgeaufenthalt mit ihren Kindern entscheiden, müssen dafür eine Einrichtung im deutschen Bundesland Baden-Württemberg aufsuchen.

Die AKNÖ fordert daher, die Kindernachsorge auf eine fundierte fachliche und solide gesetzliche Grundlage zu stellen. Präsident Haneder: "Es ist eine Schande, dass eines der besten Gesundheitssysteme der Welt gerade bei Kindern, die gerade noch eine sehr schwere Krankheit überstanden haben, derartig löchrig ist."

Rückfrage: AKNÖ-Abteilungsleiter Dr. Bernhard Rupp, MBA, 0664 82 40 515.

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