ÖAAB-Tschirf: Holschuld bei Förderungen zu Bringschuld machen

Unterwegs für Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Wien (OTS/ÖAAB) - "In Zeiten einer weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise darf nicht auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergessen werden. Als Leistungsträger und Hauptleidtragende der schlechten Wirtschaftslage müssen sie noch weiter in das Zentrum der Politik gerückt werden. Wir müssen ihnen zeigen, auf welchen politischen Partner sie sich verlassen können", so Matthias Tschirf, Landesobmann des Wiener ÖAAB, anlässlich der österreichweiten Arbeitnehmertage am 4. und 5. November.

"Gleichzeitig startet der ÖAAB eine Informationskampagne für Pendler und Lehrlinge. Hunderttausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verschenken österreichweit Jahr für Jahr zig-Millionen Euro an den Staat, weil Förderungen nicht rechtzeitig oder aus Unwissenheit nicht beantragt werden. So bleiben allein 200 Mio. Euro bei den Finanzämtern liegen, weil viele Steuervorteile nicht ausgeschöpft werden", erklärt Tschirf. "Wir machen die Holschuld zu einer Bringschuld und tragen in diesen Tagen die Informationen über diverse Förderungen zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern."

Pendlerpauschale bleibt ungenützt Eine Untersuchung des ÖAAB ergab, dass ein Drittel aller Pendlerinnen und Pendler die Pendlerpauschale nicht beantragen. So erhält man bereits ab 2 gefahrene Kilometer Arbeitsweg die große Pendlerpauschale, wenn man auf dem Weg zur Arbeit auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist. Die Pendlerpauschale gebührt auch jenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die einen Sachmittelbezug für ein Dienstfahrzeug bezahlen. Wochenpendler, die weiter als 120km entfernt von ihrem Hauptwohnsitz arbeiten, können bis zu 281 Euro monatlich als Familienheimfahrten steuerlich geltend machen.

Lehrlingsförderungen bekannt machen "Völlig undurchschaubar ist der Förderdschungel oft für viele Lehrlinge. Wer den Arbeitsplatz nicht mit Öffis erreichen kann, hat Anspruch auf einen Fahrtenzuschuss beim Finanzamt. Bis zu 130 Euro Pendlerzuschlag gibt es zusätzlich bei der Arbeitnehmerveranlagung", so Tschirf weiter.

"Das AMS gewährt außerdem jenen Lehrlingen bis zu 264 Euro Entfernungsbeihilfe, wenn sie keinen nahen Ausbildungsplatz finden und sie bereit sind, auch eine entfernte Lehrstelle anzunehmen. Wenn Lehrlinge in einem Internat wohnen oder über eine Stunde Fahrzeit zu ihrer Berufsschule haben, dann können die Eltern diese auswärtige Berufsausbildung als außergewöhnliche Belastung mit einem monatlichen Pauschalbetrag von 110 Euro geltend machen. Darüber hinaus gebührt auch noch die Heimfahrtsbeihilfe. Der ÖAAB möchte in Zukunft sein Beratungsservice ausbauen, und ebensolche Tipps für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer parat haben", zeigt sich der Wiener Landesobmann Tschirf erfreut.

Fotos der Arbeitnehmertage gratis unter www.oeaab-wien.at

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