"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Magermilch-Zeiten"

Salzburg friert die Gehälter für Beamte ein Jahr lang ein. Vorbild für den Bund?

Wien (OTS) - Magermilch statt Vollmilch" will Gabriele Heinisch-Hosek den Beamten verabreichen. Das ist eine mutige Ansage der Beamtenministerin zum Start der Gehaltsverhandlungen - und wenige Wochen vor Personalvertretungswahlen. Nimmt man Hosek beim Wort, dann ist heuer praktisch nur eine Lohnrunde entlang der Null-Linie drin. Denn Magermilch hat bekanntlich einen Fettgehalt mit einer Null vor dem Komma.
Der Gehaltsabschluss für die 350.000 Staatsdiener ist diesmal gleich mehrfach spielentscheidend für Österreichs Staatsfinanzen. In zwei Bundesländern, in denen die Budgets gefährlich krachen, stehen erstmals Null-Lohnrunden für die öffentlich Bediensteten vor der Tür. In Kärnten macht sich die orange-schwarze Mehrheit für eine Null-Lohnrunde stark, wartet aber noch die lokale Personalvertretungswahl ab. In Salzburg haben sich Gewerkschaft und Landesregierung bereits auf eine "Null-Lohnrunde light" geeinigt. 2010 gibt es für alle Landesbediensteten keinen Cent mehr. Die fällige Gehaltserhöhung wird ein Jahr lang eingefroren und 2011 ausgezahlt. Eine reguläre Gehaltsrunde ist erst 2012 geplant. Was in Salzburg durchsetzbar war, sollte in Magermilch-Zeiten wie diesen in ganz Österreich kein Tabu bleiben.

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