Leitl: Neue EU-Zahlungsverkehrsregeln nützen KMU in Form rascherer Überweisungen

Österreichs Europaabgeordnete im Haus der Wirtschaft -Zahlungsverkehrsrichtlinie Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und EU-Parlament

Wien (OTS/PWK826) - Die Zahlungsverkehrsrichtlinie, die ab
sofort für Überweisungen innerhalb der EU gilt, sei ein hervorragendes Beispiel für das gute Zusammenspiel zwischen der Wirtschaft und dem Europäischen Parlament, sagte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl bei einem Treffen zwischen österreichischen EU-Abgeordneten und Vertretern der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) heute Montag im Haus der Wirtschaft "Die neuen Zahlungsverkehrsregeln sind ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Binnenmarktes sowohl für Verbraucher als für Unternehmen - und das dank des massiven Zutuns des EU-Parlaments", betonte Leitl, wobei er darauf hinwies, dass den heimischen Finanzdienstleistern dadurch ein zusätzlicher Umstellungs-und Abwicklungsaufwand entstehe.

Durch das Inkrafttreten der Zahlungsverkehrsrichtline wird die maximale Überweisungsdauer von einer Bank zur anderen zunächst auf 4 Tage und ab 1.1.2012 auf einen Werktag beschränkt, was vor allem den KMU nütze. Außerdem sind überwiesene Beträge dem Empfänger auf dessen Konto unverzüglich Wert zu stellen. Die Richtlinie ist die Basis für die Realisierung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraumes - kurz SEPA genannt -, durch die mittelfristig ein einheitliches europäisches Lastschriftverfahren geschaffen werden soll. "Dank der engen und guten Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten konnte eine sinnvolle Lösung für alle erzielt werden", so Leitl, der von einem weiteren Erfolg auf europäischer Ebene sprach.

Das Europäische Parlament sei bei der Unterstützung der Klein- und Mittelbetriebe "ein wichtiger Partner und Mitstreiter", dem nach dem nun absehbaren Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon richtigerweise künftig ein noch größerer Stellenwert zukomme. Als sehr positiv strich Leitl hervor, dass sich auch das Europäische Parlament kürzlich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat, wie sie die WKÖ und die österreichische Regierung fordern. "Die Unterstützung des EU-Parlaments in dieser Frage ist eine wichtige Rückendeckung für eine rot-weiß-rote Initiative, die auch bei den EU-Regierungen immer mehr Rückhalt findet."

Ein wichtiger Partner sei das Europaparlament auch hinsichtlich Neugestaltung der Europäischen Finanzarchitektur, wo sich Leitl für die Errichtung einer Europäischen Ratingagentur ausspricht, und in puncto Entschärfung der Prozyklizität von Basel II. "Wir brauchen nicht nur für künftige Krisen eine Lösung sondern auch für die jetzige. Die wirtschaftliche Talfahrt ist zwar zu Ende, haben wir haben die Tücher noch nicht im Trockenen. Wenn Europa nicht handelt, könnte die mittelständische Wirtschaft bald wieder mit einer Kreditverknappung zu kämpfen haben", warnte der WKÖ-Präsident.

Mit dem neu gewählten EU-Parlament, dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags und dem baldigen Amtsantritt einer neuen Kommission habe Europa nun das Rüstzeug, um Herausforderungen wie die Bewältigung der Wirtschaftskrise gut zu meistern. Die österreichische Wirtschaft verstehe sich dabei als Partner und Unterstützer, so Leitl abschließend. (SR)

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