SP-Valentin: Wiener Wasserversorgung funktioniert hervorragend

Kritik von VP-Stiftner als "billige Wahlkampfrhetorik" zurückgewiesen - Sanierung des Wiener Wasserleitungsrohrnetzes laufendes Programm

Wien (OTS/SPW-K) - "Auch wenn man eine falsche Behauptung ständig wiederholt, wird sie nicht richtig. Das ist auch im Fall der Ausführungen von VP-Gemeinderat Stiftner im Zusammenhang mit der Wiener Wasserversorgung der Fall. Die Kritik Stiftners liegt fernab jeder Realität und ist ausschließlich parteipolitisch motiviert", wies Montag der Vorsitzende des Umweltausschusses des Wiener Gemeinderates, Gemeinderat Erich Valentin, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ-Wien die Aussagen des VP-Politikers zurück.

Studie unterstreicht international gute Situation in Wien

"Die Rohrbruchentwicklung in Wien zeigt statistische Schwankungen, aber keine Steigerung und liegt auch im internationalen und nationalen Vergleich mit durchschnittlich elf
Rohrbrüchen pro 100 km Rohrnetzlänge in einem für großstädtische Netze guten Bereich", betonte Valentin. "Dies wird durch eine österreichische Benchmarking-Studie, welche von der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) initiiert wurde, belegt: An diesem Benchmarking-Projekt beteiligten sich 69 Wasserwerke, die rund 50 Prozent der österreichischen Wasserversorgung repräsentieren - als Ergebnis konnte ebenfalls ein Durchschnittswert von elf Rohrgebrechen pro 100 km ermittelt werden", erläuterte der Gemeinderat den tatsächlichen Sachverhalt "fernab der billigen Horrormeldungen Stiftners".

Maßnahmenkatalog für sichere Wasserversorgung

Valentin erläuterte, dass, um die Effizienz bei der laufenden Rohrnetzsanierung zu steigern, von den Wiener Wasserwerken in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen worden seien. So u.a. + der verstärkter Austausch von Grauguss-Rohren, die durch so genannte Gewaltbrüche überdurchschnittliche Wasseraustritte aufweisen + die digitale Verschneidung von Rohrnetzdaten mit Gebrechensstatistik, um die notwendige Auswechslung von bruchanfälligen Rohren zu erkennen und zu beschleunigen. Dabei wird in einem Consultingprojekt mit Spezialisten der TU Graz, Untersuchungen und Auswertungen für die erweiterte zustandsorientierte Netzerneuerung durchgeführt. Der aktuelle Auftrag ist bis zum Frühjahr 2010 abgeschlossen.
+ die Umsetzung eines Schwerpunktprogramm der MA 31 seit 25 Jahren "Erneuerung Altes Rohrnetz" mit dem Austausch des Leitungsnetzes bis Baujahr 1914. Das betrifft die Rohrlängen und Durchmesser nach "Altem Wiener Normale" im Klaftermaß vor allem aus der Errichtungszeit der I. Wiener Hochquellenleitung.
+ Nicht zuletzt gibt es laufende Untersuchungen gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Graz über die Auswirkungen von Verkehrs-und Schwerverkehrsbelastung auf Gebrechen im Rohrnetz.

Wasserverluste im Rohrnetz deutlich gesenkt

Nicht zuletzt informierte Valentin, dass es durch die intensive Erneuerung des Netzes gelungen sei, die Wasserverluste im Rohrnetz von rund 24 Prozent in den 1970er Jahren auf unter zehn Prozent echte Verluste zu senken. "Das ist auch im internationalen Vergleich ein hervorragender Wert. Die Fakten zeigen also", so die Conclusio Valentins, "dass die Wiener ÖVP auch beim Thema Wasserversorgung einmal mehr kein Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung mit einem Thema hat, sondern bereits ein Jahr vor der nächsten Gemeinderatswahl ausschließlich billige Wahlkampfrhetorik betreibt". (Schluss)

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